Blick auf eine Kreuzung in Freising
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An der Kreuzung Prinz-Ludwig-Straße/Kammergasse/Ziegelgasse soll die Haltelinie vor der Ampel an der Prinz-Ludwig-Straße zurückgesetzt werden, damit Busse und Lkw von der Kammergasse aus leichter links abbiegen können.

Damit bei der Umfahrung der Altstadt alles rund läuft

90 000 Euro für mehr Radl-Sicherheit in Freising

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
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Freisings Radler müssen die Innenstadt, die gerade eine Riesenbaustelle ist, umfahren. Damit das auch sicher abläuft, wird Geld in die Hand genommen.

Freising – Seit September 2020 gibt es für Radfahrer die Umfahrung der Innenstadt über den Fürstendamm, über die Kammergasse und die Wippenhauser Straße. Dort wurde provisorisch ein Schutzstreifen mit gelber Markierung angebracht. Der ist aber kaum noch zu sehen, muss also erneuert werden. Und damit nicht genug: Weitere vier Veränderungen und Anpassungen sollen nach Beschluss des Planungsausschusses nun vorgenommen werden, weil sich diese Umfahrung als „sichere und attraktive Alternative zur Baustelle in der Innenstadt“ bewährt habe, wie es im Sachbericht zu diesem Tagesordnungspunkt hieß. Eine Änderung betrifft den Schutzstreifen an der Wippenhauser Straße, der um einige Meter verkürzt werden soll. Dadurch sollen gefährliche Situationen vermieden werden, weil Pkw-Fahrer häufig davon ausgingen, dass Radfahrer immer rechts in die Kammergasse abbiegen und nicht geradeaus fahren wollen.

Aus Rot wird Grün oder Blau

Eine andere Modifizierung betrifft die Farbe, mit der der Radfahrstreifen gekennzeichnet sein soll. Bisher war die Fläche rot gestrichen, jetzt soll sie grün oder blau werden, wobei die Entscheidung zwischen beiden Farben zusammen mit dem „Runden Radltisch“ getroffen werden soll. Eine dritte Neuerung betrifft Anpassungen an der Kreuzung Prinz-Ludwig-Straße/Kammergasse/Ziegelgasse: Dort soll beispielsweise die Haltelinie vor der Ampel an der Prinz-Ludwig-Straße zurückgesetzt werden, damit Busse und Lkw von der Kammergasse aus leichter links in Richtung Norden abbiegen können. Die vierte Änderung, wie von der ÖDP beantragt: Der Schutzstreifen wird bis zur Weizengasse verlängert. Und dann noch die fünfte Maßnahme: Der inzwischen verblasste gelbe Markierungsstreifen des Schutzstreifens soll nun in Weiß ausgeführt werden und zur längeren Haltbarkeit in den Asphalt eingebrannt werden. Robert Wellers (FW) Antrag, den Streifen wieder in Gelb anzubringen, wurde gegen zwei Stimmen abgelehnt.

Die Bedenken

Weller sprach sich auch gegen das Gesamtpaket der Maßnahmen aus, denn im September 2020 sei dem nur „zähneknirschend“ von der Polizei zugestimmt worden. Jetzt da „weiter zu tricksen“ halte er für nicht angebracht, man müsse sich das Konzept und Thema noch einmal ganz genau ansehen. Rudolf Schwaiger (CSU) war ebenfalls dagegen: Für 90 000 Euro – so viel kosten die fünf Anpassungen nämlich – zementiere man hier ein Provisorium, gegen das die Polizei teilweise Bedenken erhebe. Da stehe der finanzielle Aufwand in keinem Verhältnis zum Nutzen. Lieber solle man den verblassten gelben Schutzstreifen einfach mit Farbe erneuern. Das wäre wesentlich billiger als die dafür vorgesehenen 40 000 Euro. Am Ende aber beschloss der Planungsausschuss mit zwei Gegenstimmen, alle fünf Anpassungen durchzuführen.

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