Bei sommerlichen Temperaturen mussten Einsatzkräfte des THW einen Lastwagen voller Tierhäute umladen.
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Bei sommerlichen Temperaturen mussten Einsatzkräfte des THW einen Lastwagen voller Tierhäute umladen.

Bei sommerlichen Temperaturen

Verwesungssaft und „ekelerregender Geruch“: Einsatzkräfte müssen zu widerlichem Einsatz auf A9

  • Andrea Hermann
    VonAndrea Hermann
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Einen Lkw musste das THW Freising auf der A 9 bei Allershausen umladen - inmitten „ekelerregendem Geruch“ und Verwesungssaft.

  • Auf der A9 bei Allershausen musste ein Lastwagen mit Tierhäuten umgeladen werden.
  • Das THW arbeitete unter extremen Bedingungen: extremer Gestank und Verwesungsflüssigkeit.
  • Hinterher wurde die Ausrüstung aufwendig desinfiziert. 
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Freising/Allershausen – Den Samstagnachmittag hatten sich die THW-Kräfte aus Freising auch anders vorgestellt: Statt den Sommertag gemütlich zu verbringen, mussten sie gegen 15.30 Uhr auf die A 9, Höhe Allershausen in Fahrtrichtung München, ausrücken, um einen Lkw umzuladen, der voll mit Tierhäuten war. 

Lastwagen verlor Verwesungsflüssigkeit auf A9 bei Allershausen

Die Verkehrspolizei Freising hatte den Sattelzug kontrolliert und dabei festgestellt, dass „vermutlich Verwesungsflüssigkeit von dem mit Tierhäuten beladenen Lkw austrat und auf die Straße tropfte“, berichtete das Technische Hilfswerk. Mehr noch: „Die Ladung verströmte einen ekelerregenden Geruch.“

Die Tierhäute mussten teilweise mit Schaufeln umgeladen werden.

A9 bei Allershausen: THW zu widerlichem Einsatz gerufen

Nach Rücksprache mit dem zuständigen Veterinäramt Freising und nach telefonischer Bitte des Landratsamts galt es für die 25 Einsatzkräfte, mit Hilfe eines Radladers, einem Lkw-Ladekran samt Baggerschaufel sowie weiterem technischen Gerät, die Ladung auf einen Ersatz-Lkw, den die Spedition geschickt hatte, umzuladen.

Auf A9: THW-Kräfte mussten Tierhäute mit Schaufeln umladen

Was nicht mit den THW-Geräten umgeschichtet werden konnte, musste „bei sommerlichen Temperaturen und unter extremem Geruch per Hand aus dem Auflieger geschaufelt und umgeladen werden“, berichtete das THW. Die eingesetzten Helfer trugen bei dieser Arbeit Schutzanzüge und Masken zum Eigenschutz.

Nach dem Einsatz würde die Ausrüstung aufwendig desinfiziert.

Nach Einsatz auf A9: THW-Gerät aufwendig desinfiziert

Die eingesetzten Geräte und Ausstattungen, die mit den Tierhäuten in Berührung gekommen waren, wurden noch vor Ort mit dem derzeit wegen der Corona-Pandemie in ausreichender Menge beim THW vorgehaltenen 80-prozentigen Flächendesinfektionslösung vor Ort desinfiziert und später nochmals gründlichst gereinigt und abermals desinfiziert. 

Einsatz wegen Tierhäuten auf A9 dauerte fünf Stunden

Nach rund fünf Stunden rückten die 25 Helfer wieder in die Unterkunft ein und stellten die Einsatzbereitschaft wieder her. „Wie im THW seit Beginn der Corona-Pandemie üblich, wurde der gesamte Einsatz unter Hygieneschutzmaßnahmen durchgeführt“, teilte das THW mit.

Auch die Kräfte der Feuerwehr Freising waren am Samstag im Einsatz - beim Brand eines Baumarkts

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