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„Stolze Lebensleistung“: Heinz Fischer mit Ehefrau Marlene, Nachfolger Manfred Da nner r.) und Landrat Josef Hauner, der ihm einen Porzellan-Mohrenkopf überreichte. 

Abschied für Kreisbrandrat Heinz Fischer

„Schön war’s, aber auch anstrengend“

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47 Jahre Feuerwehrdienst, 34 Jahre davon in leitenden Positionen, 15 Jahre lang Kreisbrandrat. „Es war eine schöne, aber auch anstrengende Zeit“, lautet das Fazit von Heinz Fischer. Der 63-Jährige wurde am Mittwoch offiziell als Kreisbrandrat verabschiedet.

Freising – Der große Sitzungssaal im Landratsamt war mit Männern in blauen Uniformen besetzt, die ihrem KBR am Ende stehende Ovationen spendeten. Nach rund 400 000 Stunden als Floriansjünger könne man über Heinz Fischer guten Gewissens sagen: „Feuerwehr war dein Leben“, so sein Nachfolger als KBR, Manfred Danner.

Landrat Josef Hauner sprach von einer „stolzen Lebensleistung“, zumal es sich beim Feuerwehrdienst ja um ein „Hobby“ handele, das „psychisch und physisch vollen Einsatz verlangt“. Fischer sei da stets Vorbild gewesen. Auch bei der Bilderbuchkarriere, die er als Feuerwehrler hingelegt habe: 1971 trat Fischer mit 16 Jahren in die Feuerwehr Wolfersdorf ein, wurde 1987 zum 1. Kommandanten gewählt, war von 1989 bis 1996 Kreisbrandmeister, danach von 1997 bis 2002 Kreisbrandinspektor, seit 1999 auch stellvertretender Kreisbrandrat und zum Schluss eben von 2002 bis zum 8. Januar 2017 Kreisbrandrat des Landkreises Freising. Während seiner Laufbahn, so betonte Hauner, habe Fischer sämtliche Leistungsprüfungen abgelegt. Fischer habe sich bei allen Einsätzen – etwa bei den Hochwasser-Katastrophen 1999 und 2005 – bestens bewährt, habe sich als KBR stets um den Nachwuchs und um die richtige Ausstattung der Feuerwehren bemüht und ein „leidenschaftliches Interesse“ für das Feuerwehrwesen besessen. Danner würdigte seinen Vorgänger als Mann, auf den stets Verlass war. Und er sei sich sicher, dass Heinz Fischer auch seinem „nagelneuen Enkel“, wie Fischer seinen jüngsten Nachkommen gerne bezeichne, den Weg zur Feuerwehr zeigen werde.

Fischer selbst sagte: „Es war nicht immer leicht mit mir. Das weiß ich auch.“ Aber im Laufe der 15 Jahres als Kreisbrandrat sei er „schon ruhiger geworden“, versicherte der Ex-KBR. Vieles sei in den 15 Jahren geschafft worden, manches freilich auch „auf der Strecke gebleiben“.

Bevor die Kommandanten der 85 Feuerwehren im Landkreis und zahlreiche Bürgermeister in den Marstall zum Abendessen gingen, wurde Fischer noch mit einigen Geschenken bedacht: Vom Landkreis gab es einen Porzellan-Mohrenkopf und einen Geschenkkorb, von Danner und dem Kreisbrandkommando einen Feuerwehrhelm, auf dem ein Airbrush mit den Wappen der Gemeinde Wolfersdorf und des Landkreises zu sehen ist.

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