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Große Zustimmung: Die Mitglieder hielten zur Bestätigung der Vorstandschaft Wahlkarten hoch

Abseitsverein Freising steckt die Zukunft ab

Erst Details klären, dann geht’s zur Bank

Es herrscht große Zuversicht beim Abseitsverein, aber noch keine Euphorie. Nachdem sich die Stadt zum Kauf des Neustifter Areals entschlossen hat, richtet man den Fokus darauf, mit Kneipe, Saal und Biergarten möglichst schnell in Betrieb gehen zu können.

Freising – „Super, was wir erreicht haben, aber wir sind noch nicht am Ziel.“ So beschrieb der Vorsitzende Norbert Bürger den Stand der Dinge. Er sprach von „miserablen Umständen“, die vor zwei Jahren bei Gründung des Abseitsvereins geherrscht hätten und davon, dass die Wiederbelebung, sollte sie denn gelingen, vielen zu verdanken ist.

An erster Stelle nannte er hier den Abseits-Chor unter der Leitung der zweiten Vorsitzenden Julia Schröter. Die kündigte an „immer und überall“ weitermachen zu wollen mit der Gruppe.

Bürger zeigte sich hocherfreut darüber, „die Stadt jetzt endlich von dem Projekt überzeugt zu haben.“ Der Vorsitzende sagte auch: „Wir sind leider noch nicht ganz durch“. Die Stadt müsse noch mit dem Eigentümer Graf Guy von Moy verhandeln. Es gelte „viele Details“ zu klären.

Guter Dinge: Die neu gewählte Führungsriege mit Elfriede und Moritz Messerschmitt, Norbert Bürger, Christian Daschner, Julia Schröter und Stephanie Hemmer (v. l).

Sollte alles klappen, gehe es „zur Bank“, erklärte Bürger. Dem Verein läge bereits eine schriftliche, aber noch unverbindliche Zusage der GLS-Bank vor.

Das Finanzkonzept, das Johannes Kestler vorstellte, geht von 1,2 Millionen Euro Kapitalbedarf aus. Unter anderem ist ein Bankdarlehen von 550 000 Euro vorgesehen. 200 000 Euro sollen aus einem „Leader“-Fördertopf kommen. Die Eigenleistung ist mit 146 000 Euro veranschlagt. Der stellvertretende Vorsitzende Moritz Messerschmitt, Ex-Abseits-Wirt und Zimmerer, forderte alle Interessierten auf, mit anzupacken. Achtzig Zusagen von freiwilligen Helfern liegen dem Verein bereits vor. Darunter zahlreiche Fachleute. Das Ganze soll generalstabsmäßig in drei Bauabschnitten ablaufen, wie es hieß.

Als Erstes will man Kneipe und Saal wiederherstellen. Um gleich einmal Einnahmen zu erzielen. Danach soll der so genannte Eiskeller im hinteren Bereich in Angriff genommen werden. Das dritte, an der Alten Poststraße gelegene Gebäude, sollte man laut Architekt und Grünenstadtrat Sebastian Habermeyer zunächst außen vorlassen, damit sich der Verein nicht übernimmt.

Außerdem spekulierte Habermeyer darauf, den Biergarten womöglich bereits in diesem Sommer in Betrieb nehmen zu können – als vorgezogene Wiederbelebungsmaßnahme. Für die gesamte Maßnahme sind zwei Jahre Bauzeit veranschlagt.

Die Neuwahlen bereiteten diesmal keine Probleme. Ein erster Anlauf war im Dezember an einem Passus gescheitert, wonach die Hälfte der Mitglieder anwesend sein muss. Die Führungsriege trat komplett wieder an. Neu im Team ist Kassier Christian Daschner, der die bisherige Schatzmeisterin Elfriede Messerschmitt entlasten soll.     Alexander Fischer

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