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Weite Wege rund um den Marienplatz müssen derzeit Fußgänger und Radler in Freisi ng zurücklegen. 

Diskussion im Stadtrat

„Absolut inakzeptabel“: Weite Umwege am Freisinger Marienplatz sorgen für Ärger

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Wegen der Umbauarbeiten in der Freisinger Innenstadt müssen Fußgänger und Radfahrer derzeit massive Umwege in Kauf nehmen. Das könnte sogar gefährlich werden.

Freising – Seit Montag ist der Marienplatz ein Wendehammer. Wegen der Umbauarbeiten in der Innenstadt müssen Pkw- und Lkw-Fahrer, die über die Amtsgerichtsgasse in die Stadt einfahren, einmal um die Mariensäule kurven, um über die Amtsgerichtsgasse auch wieder die Altstadt verlassen zu können. Und nicht nur der motorisierte Verkehr wird um die Mariensäule herumgeleitet, auch Fußgänger müssen einen Umweg in Kauf nehmen. Das hat nun am Donnerstag im Stadtrat für Ärger gesorgt.

„Ein Ding der Unmöglichkeit“

FW-Stadtrat Richard Grimm, der noch vor der Sitzung die Situation genau beobachtet hatte, fand es „absolut inakzeptabel“, dass auch die Fußgänger und Radfahrer „um die Mariensäule rum müssen“. So würden Fußgänger ja geradezu ausgesperrt. Vor allem ältere Menschen mit ihren Rollatoren müssten sich jetzt ihren holprigen Weg über das „wunderbar schöne Pflaster“ am Marienplatz bahnen. Wieso, so frage er sich, habe man nicht einen Fußweg entlang des Bauzauns vor dem Asamgebäude abgesperrt? So, wie die Wegeführung jetzt sei, sei das „ein Ding der Unmöglichkeit“. 

Das Argument, man habe das gefährliche Zusammentreffen von Fußgängern und Lkw-Baustellenverkehr für das Asamgebäude verhindern wolle, zähle wohl nicht. Denn es würde ja nicht an sieben Tagen in der Woche am Asamkomplex gearbeitet, sondern nur an vier Tagen, so Grimm. Außerdem erzeuge man gerade jetzt „das vorprogrammierte Chaos“, sprang Sebastian Habermeyer (Grüne) Grimm zur Seite. Denn jetzt suchten sich die Menschen die Abkürzung selbst – und das sei noch gefährlicher.

Dem OB gefällt die Situation auch nicht

OB Tobias Eschenbacher sagte, ihm gefalle die Situation auch nicht, man werde verwaltungsintern noch einmal beraten. Vielleicht findet man ja eine Lösung, dass „die Menschen nicht rumlaufen, wie wenn’s in Amerika Rindviecher zammtreiben“, wie Richard Grimm seine Beobachtungen der Lage beschrieben hatte.

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