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Mindestens 130 neue und bezahlbare Wohnungen sollen in den nächsten acht Jahren im Landkreis entstehen

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Landrat Helmut Petz: Bauen soll auch Thema beim Klimagipfel im Herbst sein.
Landrat Helmut Petz plant, Bestand des Landkreises um 130 bezahlbare Wohnungen zu erweitern. © Lehmann

Die Wohnungsbau GmbH war schon fast Geschichte. Jetzt hat der Landrat sie nicht nur reaktiviert. Der Bestand an bezahlbaren Wohnungen wird deutlich erweitert.

Landkreis – Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung haben im Juni beschlossen, die Wohnungsbau GmbH im Landkreis Freising (WLF) fortzuführen und deren Kompetenz für alle Wohnungen zu bündeln, die dem Landkreis Freising direkt oder indirekt zugeordnet sind. Das sind vor allem Wohnungen für Bedienstete des Landratsamts und Klinikpersonal. Diese Entscheidung hat der Kreistag jetzt in nichtöffentlicher Sitzung bestätigt.

Zur Erinnerung: Die WLF wurde in den 1990er Jahren vorrangig mit dem Zweck gegründet, sozialen Wohnungsbau zu betreiben und preisgünstige Mietwohnungen für die Bürger des Landkreises bereitzustellen. Gesellschafter der WLF sind derzeit neben dem Landkreis mit rund 39 Prozent der Stammanteile die Sparkassen Freising und Moosburg, die Oberbayerische Heimstätte, die Gemeinden Hallbergmoos, Zolling und Eching sowie die Stadt Moosburg.

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Da die WLF nach Errichtung ihrer einzigen beiden Gebäude in Moosburg und Hallbergmoos eine reine Verwaltungsgesellschaft ohne weitere Aktivitäten war, erteilte der Aufsichtsrat der Geschäftsführung im Jahr 2017 den Prüfauftrag zur Auflösung der Gesellschaft. Angesichts der großen Bedeutung des Themas „bezahlbarer Wohnraum“ im Landkreis hat der neue Aufsichtsrat nach der Kommunalwahl 2020 diesen Prüfauftrag aber dahingehend erweitert, alternativ auch den Fortbestand der WLF und die Erweiterung des Wohnungsbestandes untersuchen zu lassen.

Für derzeitige Mieter ändert sich nichts

Der dabei erstellte Businessplan sieht darin eine realistische Option, sofern der Wohnungsbestand eine „kritische Masse“ von etwa 300 bis 400 Wohnungen erreicht. „Dieser Weg soll nun beschritten werden, indem der eigene Wohnungsbestand der WLF (derzeit 27) mit den Wohnungen für Bedienstete des Landratsamts (77) und den Klinik-Wohnungen (169) zusammengeführt und durch Nachverdichtung im Bestand sowie durch Ersatz- und Neubauten innerhalb von acht Jahren um mindestens 130 auf rund 400 Wohneinheiten erweitert wird“, teilte jetzt Landratsamt-Sprecher Robert Stangl mit. Die WLF nehme damit zukünftig „vorrangig Landkreisaufgaben wahr, vor allem die Versorgung des direkten und indirekten Landkreispersonals mit dauerhaft preisgünstigem Wohnraum, um so die Mitarbeiterbindung zu stärken und neue Beschäftigte zu gewinnen.“

Ich bin überglücklich.

Landrat Helmut Petz über die Entwicklung der Wohnungsbau GmbH

Für derzeitige Mieter ändere sich aktuell nichts, betont Stangl. „Alle Mietverhältnisse sollen dauerhaft bestehen bleiben, unabhängig von der technischen Betreuung und Verwaltung der Wohnungen.“ Bereinigt werden soll allerdings der Gesellschafterkreis hin zu einer reinen Landkreis-Gesellschaft.

Landrat: „Zentrales politisches Versprechen erfüllt“

„Ich bin überglücklich´“, sagte Landrat Helmut Petz, der auch als Aufsichtsratsvorsitzender der Wohnungsbaugesellschaft fungiert. „Der Fortbestand und die Aufwertung der WLF sind wichtige Bausteine für preisgünstigen Wohnraum im Landkreis Freising. Eines meiner zentralen politischen Versprechen wird mit dieser einstimmigen Entscheidung im Kreistag eingelöst.“ Geschäftsführer Florian Plajer ergänzte: „Die Bündelung der wohnungswirtschaftlichen Aufgaben des Landkreises in der GmbH ist der richtige Weg und ein enormer Vertrauensbeweis unserer Gesellschafter und der politischen Entscheidungsträger für unsere Vorarbeit.“ Die Feinabstimmungen insbesondere mit dem Klinikum und den Liegenschaften des Landratsamtes seien bisher gut gelaufen, würden aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen.“ (ft)

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