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DEULA-Geschäftsführer Claus Ammer  ist derzeit Manager einer Hängepartie.

Hängepartie

Aderlass bei der DEULA in Freising: Sechs Mitarbeiter haben gekündigt

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Seit Monaten blickt die DEULA in Freising in eine ungewisse Zukunft. Noch immer steht nicht fest, ob das Berufsbildungszentrum in der Stadt bleibt oder ins mittelfränkische Triesdorf zieht. Jetzt haben die ersten Mitarbeiter ihre Konsequenzen aus der Hängepartie gezogen.

Freising – Die Zerreißprobe für die DEULA geht weiter. Wie berichtet, gibt es Pläne, das Berufsbildungszentrum, das seit 40 Jahren in Freising angesiedelt ist, nach Triesdorf umzusiedeln, zumindest teilweise. Doch noch immer gibt es keine endgültige Entscheidung der Gesellschafter. Dafür aber haben Mitarbeiter inzwischen ihre Konsequenzen aus der Hängepartie gezogen, wie Geschäftsführer Claus Ammer berichtet. „Ich habe im Lauf des Jahres sechs langjährige Angestellte verloren“, sagte er am Montag auf FT-Nachfrage. Wertvolle Kräfte. Das sehe man schon an den hochkarätigen Folgejobs der Leute. So sei eine seiner Mitarbeiterinnen bei den Stadtwerken Freising gelandet. Ein anderer, Michael Guyens, wurde Leiter der Stadtgärtnerei Moosburg. „Die gute Nachricht ist, dass ich alle Stellen neu besetzen konnte“, berichtete Ammer. „Aber natürlich ist mit den ehemaligen Mitarbeitern langjähriges Wissen verloren gegangen.“

Geschäftsführer will vermeiden, dass DEULA „auseinandergerissen“ wird

Ammer hofft, dass nun „zeitnah“ eine Entscheidung fällt, wie es mit der DEULA weitergeht. Wie berichtet, ist das Gebäude in Freising sanierungsbedürftig. Auf rund elf Millionen Euro hatte ein Sachverständiger die Kosten dafür geschätzt – utopische Kosten für das privat geführte Unternehmen. Darum erwägen die Gesellschafter, der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (VGL) sowie der Bayerische Bauernverband einen Umzug nach Mittelfranken, um dort zu bauen. Da sei ein bezahlbares Grundstück vorhanden, hatte VGL-Präsident Ulrich Schäfer im Februar berichtet. Allerdings müssten die Erwachsenenfortbildung und die Fahrschule in Freising zurückbleiben. Davon hält Ammer wenig: „Wenn die DEULA auseinandergerissen wird, gehen auch viele Synergieeffekte verloren.“

Daher ist auch die Generalsanierung des bestehenden Gebäudes nicht vom Tisch, wie der Geschäftsführer sagte. „Die Gesellschafter beleuchten beide Standorte.“ Unwahrscheinlich ist derzeit hingegen, Baugrund in Freising zu finden. Zwar haben sich Grundstückseigentümer nach der Berichterstattung des FT im März an Ammer gewandt. Doch die angebotenen Flächen lassen sich wohl nicht realisieren – entweder aus finanziellen oder bauplanerischen Gründen.

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