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An der Aktion Stadtradeln hat der Landkreis Freising auch 2017 teilgenommen. Während eines Zeitraums von drei Wochen wird dabei möglichst auf das Auto verzichtet und umso mehr mit dem Rad gefahren.

ADFC: Landkreis Freising soll Rad-Arbeitsgemeinschaft beitreten

Gemeinsam für die Region durchstarten

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Landrat Josef Hauner soll den Beitritt des Landkreises Freising zur Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern forcieren. Darum bittet der Kreisverband Freising des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC). Der Radverkehr nehme in der Region jetzt schon eine wichtige Rolle ein.

Landkreis – In der heutigen Planungsausschusssitzung des Landkreises steht die Mitgliedschaft und damit die Zertifizierung zum fahrradfreundlichen Landkreis bereits auf der Tagesordnung. Der ADFC Kreisverband Freising unterstütze das Thema nachdrücklich und bitte deswegen, der Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern (AGFK) zuzustimmen, schreiben die ADFC-Vorstandsmitglieder Hans Pemp, Renate König, Angelika Braun, Michael Stanglmaier, Dirks-Birker Haase, Carl-Heinz Feller und Siegfried Hochhold an den Landrat. Acht der 71 bayerischen Landkreise sind bereits Mitglied bei der AGFK: „ Vor diesem Hintergrund möchten wir Sie auffordern, sich der Radverkehrsförderung im Landkreis Freising verstärkt anzunehmen und die Mitgliedschaft bei der AGFK Bayern zu beschließen.“

Obwohl der Radverkehr in der Alltagsmobilität als auch im Freizeit- und Tourismusbereich der Region einen wichtigen faktor darstellt, allerdings seien „die Möglichkeiten bei weitem noch nicht ausgeschöpft“. Die Vorstandschaft schreibt: „Die Förderung des Radverkehrs und sein Ausbau kann einen entscheidenden Beitrag zur Lösung der Probleme liefern, die durch den derzeitigen Verkehr, insbesondere durch den motorisierten Individualverkehr, entstehen.“

Mit neuen Entwicklungen, wie Lastenrädern und insbesondere Pedelecs, seien die Möglichkeiten des Radverkehrs in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Auch der Freistaat Bayern habe die Bedeutung des Fahrrads erkannt und in seinem Radverkehrsprogramm Bayern 2025 beschlossen, den Radverkehrsanteil im Verhältnis zwischen Individualverkehr und öffentlichem Verkehr bis 2025 zu verdoppeln: „Ein sehr engagiertes Ziel, das der ADFC ausdrücklich unterstützt“, schreiben die Antragsteller. Um dieses Ziel zu erreichen, sei „die Mitarbeit der Kommunen, nicht nur der Städte und Gemeinden, sondern auch der Landkreise von entscheidender Bedeutung.“

Es gebe laut Kreis-ADFC einige Vorteile: „Durch die Mitgliedschaft in der AGFK können die Mitgliedskommunen auf ein bewährtes Netzwerk mit zahlreichen Informationen und vorbereiteten Kampagnen zugreifen. Und auch der Landkreis Freising könnte dabei bei seiner Förderung des Radverkehrs profitieren. Darüber hinaus würde der Landkreis durch die Mitgliedschaft in der AGFK und der angestrebten Zertifizierung als fahrradfreundlicher Landkreis nach außen zeigen, „dass ihm die Radverkehrsförderung ein wichtiges Anliegen ist“.

Wichtige Schritte dazu habe der Landkreis Freising erfreulicherweise in den zurückliegenden Jahren schon unternommen: ein Radwegenetz für Alltagsmobilität, die Finanzierung von Radwegen entlang von Kreisstraßen, die Fahrradwanderkarte oder die Beteiligung an der Aktion Stadtradeln. Die ADFC-Vorstansdmitglieder abschließend: „Die Mitgliedschaft des Landkreises in der AGFK bedeutet nicht, dass der Landkreis den Gemeinden und Städten in der Region Vorschriften macht, sondern auf freiwilliger Basis konstruktiv mit diesen zusammenarbeitet und nach Möglichkeit auch unterstützt.“

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