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„Tochter Zion, freue Dich“: von Friedrich Händel. Das Plenum der Domkantorei unter der Leitung von Matthias Egger. 

Adventskonzert der Domkantorei

Brillant – quer durch alle Altersklassen

Mit einem fantastischen Konzert beglückten die jungen Sänger der Domkantorei – darunter auch das Vokal-Ensemble „Chiave“ – am Sonntagabend ihr Publikum. Im fast voll besetzten Hauptschiff des Mariendoms brillierten sie mit Werken aus der Barockzeit bis hin zu zeitgenössischen Schöpfungen in Latein, Deutsch und Englisch. Das Publikum applaudierte stehend.

Freising Die Leitung hatten Dommusikdirektor Matthias Egger und die Kirchenmusikerin von St. Georg in Freising, Angelika Sutor. Beide spielten auch die Große Domorgel. Das Wetter war alles andere als einladend, aber die Zuhörer kamen. Und sie wurden nicht enttäuscht. Am Ende des Konzertes hatte sich bewahrheitet, was Dommusikdirektor Matthias Egger in seiner Begrüßung schon festgestellt hatte: „Die Kinder haben fleißig geprobt und sich kräftig weiterentwickelt“. Neuzugänge und auch „Quereinsteiger“ hätten die Domkantorei verstärkt, erklärte Egger. Und man werde „anspruchsvolle Musik aus allen Epochen“ singen, im Plenum, mit „freiwilligen Ensembles“ und mal mit den großen und dann wieder mit den jungen Mitgliedern der Domkantorei.

Gesungen wurde von den Stufen hinauf zum Chorraum, aber auch von der Orgelempore herab. Der erstmals erhobene Eintritt zu einem Konzert der Domkantorei in Höhe von fünf Euro, so versicherte Egger, komme ausschließlich der musikalischen Nachwuchsarbeit in der Domkantorei Freising zugute. Und auch gegen Spenden hatte er nichts einzuwenden.

„Veni, veni Emmanuel“ erklang dann von den Stufen hinauf zu Hochaltar. Egger hatte nicht übertrieben: Die Kinder und Jugendlichen haben sich prächtig entwickelt, schon das erste Stück war ein Genuss. Überraschend dann ein gregorianischer Choral. Den Einzug sangen nicht gestandene Männer, sondern sieben junge Burschen um den Stimmbruch herum, die „Männerstimmen“ der Domkantorei. Das Plenum, noch ohne die „Küken“, steuerte Hugo Distlers „Es kommt ein Schiff, geladen“ bei. Mit Felix Mendelssohn-Bartholdy und seinem „Richte mich Gott (Psalm 43)“ präsentierte sich dann eine weitere Gruppe, das Knabenensemble der Domkantorei – auf der einen Seite die noch glockenhellen Knabenstimmen, auf der anderen bereits die Bässe. „Bei „Nun komm, der Heiden Heiland“ (Distler) waren dann auch die ganz Kleinen dabei. Sie sangen ungeniert und kräftig mit.

Eine eigene Klasse in der Domkantorei sind die jungen Damen von Chiave, dem bundesweit erfolgreichen Vokal-Ensemble. Sie interpretierten in unvergleichlicher Weise Michael John Trottas „Veni, Emmanuel“. Einfach ein Genuss.

Und jetzt kam die große Stunde der ganz Kleinen. Mit Angelika Sutor an der Domorgel sangen die Jüngsten beherzt „Seht, die gute Zeit ist nah“, eine tschechische Melodie. Wunderbar erklang danach durch das Plenum Annette Thomas „Als Maria übers Gebirge ging“. Und wieder präsentierten sich die Jüngsten: Die Volksweise „Maria durch ein Dornwald ging“ stand auf dem Programm. Den Konzertteil auf den Stufen zum Chorraum beendete „Tochter Zion, freue dich“ (Händel), das Kirchenlied, das Jesus, den Friedensfürsten lobt, „des ewgen Vaters Kind“. Jetzt nahmen die Kinder und Jugendlichen der Domkantorei den Platz des Domchors ein, sie sangen von der Orgelempore – mit Orgelbegleitung. Im letzten Konzertteil gingen die Sänger der Domkantorei in das Englische über. Das Mädchenensemble intonierte zärtlich Howard Goodalls „Love divine“ und empfiehlt „Joy of heaven to earth come down”. Mit dem „Song of Mary” (Richard Shephard) endete das Adventskonzert der Domkantorei, mit „Magnificat anima mea Dominum“. Das Publikum war begeistert und erklatschte sich eine Zugabe. Am Ende strahlten alle - nicht zuletzt zwei glückliche Chorleiter: Matthias Egger und Angelika Sutor.                                                                                                Raimund Lex

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