Aus dem Planungsausschuss

Änderungswünsche durchgewunken: Weg für Kino und FMZ frei

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Jetzt sollte der Vollendung des Kinos und des Fachmarktzentrums vor den Toren Freisings nichts mehr im Wege stehen. Der Planungsausschuss hat die Änderungswünsche von Investor Josef Saller, die zwischendurch für Stillstand auf der Baustelle gesorgt hatten, genehmigt.

Freising – Dass irgendein Problem mit der Fassadengestaltung bestehe und dass sich manche Nutzung ändere, das war bisher schon durchgedrungen, als phasenweise die Arbeiten an der Münchner Straße darniederlagen. Man warte auf Änderungsanträge von Josef Saller, hieß es; die müsse man dann erst begutachten und gegebenenfalls genehmigen, hieß es; erst dann könne das Projekt fertiggestellt werden.

Jetzt war es so weit: Dem Planungsausschuss lagen die Änderungswünsche Sallers vor – und das waren wahrlich nicht wenige, was in der Diskussion auch zu Unverständnis für den Investor führte. Am Ende aber wurden Saller (fast) alle Wünsche erfüllt. Das Kino kann kommen.

Die beiden wesentlichsten Punkte waren die Fassadengestaltung und die Nutzungen: Die Fassade wird nun über dem bereits angebrachten anthrazitfarbene Außenpaneel ein goldfarbenes Streckmetallkleid erhalten. Lediglich im Erdgeschoß bleibt der Sockel aus Glas und Anthrazit erhalten. Weil das dem mit Saller abgeschlossenen städtebaulichen Vertrag entspricht, ist diese Variante zulässig. Die Nutzung im Kopfbau an der Münchner Straße hatte bisher vier Kinosäle im ersten Obergeschoß und unter anderem ein Fitnessstudio im Erdgeschoß vorgesehen. Weil für das Kino jetzt eine Eventfläche und eine kids-corner entfallen, können zum einen fünf Kinosäle mit 728 statt bisher 665 Sitzplätzen untergebracht werden, und ist zum anderen trotzdem noch Platz für das Fitnessstudio, das in den ersten Stock „umzieht“.

Im Erdgeschoß wird sich neben einem Sportmarkt und einem Multisortimenter stattdessen ein Möbelmarkt einmieten. Wegen dieser und anderer Änderungen hatte sich eigentlich ein Stellplatzmehrbedarf von 55 ergeben, so dass Saller 827 statt bisher 772 Plätze nachweisen hätte müssen. 780 kann die Planung darstellen, darauf, dass der Stellplatzmehrbedarf realisiert werden muss, hat der Planungsausschuss auf Antrag von Saller verzichtet.

Zufrieden waren die Stadträte mit dem ausgehandelten Werbekonzept für den Neubau: Danach sind „CineStar“ und „Schlüter Hallen“ als große Aufschriften an der Fassade sehr prägend, die Werbeanlagen für die anderen Mieter im Erdgeschoß werden aber nicht knallbunt beleuchtet, sondern als sogenannte Zargenbeleuchtung ausgeführt. Im Klartext: Nur die Seiten der Buchstaben sind beleuchtet, so dass sich ein einheitliches und – so die Ansicht der Stadträte – durchaus edles Bild ergibt. Der vorhandene Werbepylon Marke „Zahnradbogen“ wird mit Werbung ergänzt und weiter stadtauswärts in Höhe des Kinos versetzt.

Dennoch: Über die zahlreichen Änderungswünsche – so wurden auch Baugrenzen überschritten und die Gebäude in ihrer Höhe leicht verändert – waren die Stadträte not amused. Und einen Wunsch lehnten sie dann auch ab: Die anvisierte Überschreitung der Sortimente von TK Maxx bekam kein Grünes Licht.

Rubriklistenbild: © Archiv

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