1. Startseite
  2. Lokales
  3. Freising
  4. Freising

„Aktenzeichen XY ungelöst“ jagt Freisinger Bankräuber

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Wolfgang Schnetz

Kommentare

null
Diese Bilder von Überwachungskameras zeigen den unbekannten Täter bei den Überfällen in Kranzberg (l.) und in Fahrenzhausen (r.). © Foto: PP Oberbayern-Nord

Die Überfälle eines Serientäters auf Bankfilialen von Kranzberg und Kirchdorf vom Juni 2017 sind heute Abend ab 20.15 Uhr Thema der Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“. Die Polizei braucht noch dringend Hinweise.

Landkreis – Ein Serientäter hält die Polizei mit insgesamt neun Banküberfällen bereits seit dem Jahr 2016 in Atem. Vier Mal (in den Jahren 2016 und 2017) hat er schon im Landkreis Freising zugeschlagen: Zunächst am Donnerstag, 9. Juni 2016, in Fahrenzhausen (Sparkasse), dann am Freitag, 9. Juni (!) 2017 in Kirchdorf (Freisinger Bank) und Kranzberg (Sparkasse). Zuletzt war der Unbekannte in Tegernbach (Raiffeisenbank Hallertau) am Freitag, 3. November 2017. Danach folgten Überfälle in den Nachbar-Landkreisen Erding und Dachau sowie in München-Allach. Den vorerst letzten Überfall beging er heuer am 20. Juli in Pfaffenhofen (Glonn).

Der Täter ist offenbar abgebrüht und stressresistent

Bei allen Überfällen bedrohte der Täter die Angestellten und Kunden mit einer schwarzen Pistole. Laut Zeugenaussagen kann der Täter wie folgt beschrieben werden. Der Gesuchte ist laut Zeugensaussagen zwischen 30 und 45 Jahre alt, etwa. 1,78 bis 1,85 Meter groß, hat eine schlanke sportliche Figur und eine Glatze beziehungsweise Teilglatze mit kurzrasierten Haaren seitlich und am Nacken. Meist wurde ein dunkler VW-Passat-Kombi (Baujahr 2008) als Fluchtfahrzeug von Zeugen beschrieben. Dann wechselte der Täter auf einen weißen BMW-Kombi mit Dachreling. Doch trotz all dieser Hinweise gab’s bislang – für die Kripo Erding, die die Landkreis-bezogenen Fälle bearbeitet, noch keinen Fahndungserfolg. Deswegen wenden sich die Beamten jetzt via „Aktenzeichen XY ungelöst“ an die Öffentlichkeit. Als Aufhänger in der ZDF-Sendung, die von Rudi Cerne moderiert wird, dienen auch die beiden Überfälle von Kirchdorf und Kranzberg.

null
Diese Bilder von Überwachungskameras zeigen den unbekannten Täter bei den Überfällen in Kranzberg (l.) und in Fahrenzhausen (r.). © Foto: PP Oberbayern-Nord

Rückblende: Am Freitag, 9. Juni 2017, stürmt der maskierte und bewaffnete Mann gegen Mittag die Freisinger-Bank-Filiale in Kirchdorf. Als ihm klar wird, dass einer der Angestellten Alarm geschlagen hat und die Polizei schon auf dem Weg ist, flüchtet er. Aber anstatt unterzutauchen, steuert der Räuber die Sparkasse in Kranzberg an, wo ihm der Überfall gelingt. Er entkommt mit mehreren zehntausend Euro.

Das ZDF widmet der Fahndung nach dem Schwerkriminellen einen eigenen, neun Minuten langen Filmbeitrag. Danach wird Moderator Rudi Cerne mit Kriminaloberkommissar Alexander Ziegltrum von der Abteilung K 2 der Kripo Erding sprechen. Der Täter wird von den Beamten als „abgebrüht und stressresistent“ beschrieben.

Besonders gern schlägt er freitags zu

Rudi Cerne wird darauf hinweisen, dass der Mann zuletzt abgenommen hat. Pressesprecher Hans-Peter Kammerer vom Polizeipräsidium Oberbayern-Nord weist ergänzend auf Besonderheiten hin: „Fünf Mal hat der Serientäter während der Schulferien zugeschlagen. Vier Taten, darunter auch die von Kirchdorf und Kranzberg, beging er an Freitagen.“ Wie sehr der Kripo an der Aufklärung gelegen ist, zeigt die hohe Belohnung von 12 000 Euro.

Auch interessant

Kommentare