OB Tobias Eschenbacher leitet die „Aktive City Freising“ kommissarisch.

Alles eine Frage der richtigen Satzung

Freising - Aller Anfang ist schwer: Bei der Gründungsversammlung des Citymanagement-Vereins "Aktive City Freising" wurde noch viel an der Satzung gefeilt. Einen kommissarischen Vorsitzenden gibt es aber bereits.

OB Tobias Eschenbacher war erstaunt, wie viele Leute den Weg ins Rathaus gefunden hatten. Nach der gut besuchten Infoveranstaltung vor einigen Wochen hatte Eschenbacher bei der Gründungsversammlung nicht mit knapp 100 Interessierten gerechnet. Umso sicherer war er sich, dass man hier „ein tolles Konstrukt auf den Weg bringen“ könne.

Christian Hörmann von der Beratungsfirma CIMA erklärte zunächst den Sinn und Zweck des geplanten Citymanagement-Vereins: „In einer funktionierenden Innenstadt muss ein Angebot da sein, das die Leute gerne nutzen.“ Als Ziel habe man unter anderem die „Erhöhung der Attraktivität der Innenstadt als Einkaufs-, Wirtschafts- und Erlebniszentrum“ ausgegeben. Nachdem der Verein noch in aller Kürze vorgestellt wurde, Ziele und Aufgaben definiert worden waren, ging es bei der Satzung ans Eingemachte.

Die erste Gegenstimme des Abends, die allerdings nicht die letzte gewesen sein sollte, ging gegen den Namen „Aktive City Freising“. Ob man denn keine Alternative gefunden hätte, wollte ein Zuhörer wissen. Hörmann dazu: „Aktiv heißt, es soll sich was bewegen, City steht für die Innenstadt, und Freising ist einfach Freising.“ Probleme gab es auch bei einigen Formulierungen, wie etwa bei der Definition der Mitglieder: Ein Zuhörer gab an, „als Privatperson ordentlich dabei sein zu wollen“. Dies war in der Satzung jedoch noch nicht festgehalten - nur Fördermitglieder, Anwohner oder zum Beispiel Gewerbetreibende wurden genannt. Wenn man aber als normaler Freisinger nicht Mitglied werden könne, sei die Sache für ihn „gestorben“. Gesagt, geändert: Privatpersonen wurden mit in die Satzung aufgenommen.

Einen Vorstand hat man am Mittwochabend noch nicht gewählt. Der Grund: Der Verein wird von zwei „Bänken“, der Stadt Freising und der Gesellschaft, aus geleitet. Erst wenn der Stadtrat der Satzung zugestimmt hat, kann eine Führungsriege aufgestellt werden. Zwei Vorstände entsendet die Stadt, zwei werden von den Mitgliedern gewählt - voraussichtlich am 17. Februar bei der nächsten Mitgliederversammlung. Bis dahin fungiert Eschenbacher als kommissarischer Vorsitzender. (ahi)

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