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Der neue Eingangsbereich wird am Freitag, 3. Februar, eingeweiht. Amtsdirektorin Lore Sprickmann Kerkerinck, Wachtmeister Andreas Harsch und stellvertretender Direktor Manfred Kastlmeier machten sich schon mal ein Bild von der Baustelle.

Amtsgericht Freising 

Der Platz an der Spitze wird frei

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Große Veränderungen stehen im Amtsgericht Freising vor der Tür. Nicht nur stehen die Baumaßnahmen im Eingangsbereich kurz vor dem Abschluss – auch an der Spitze des Gerichts wird sich etwas tun.

Freising – Die nackten Zahlen lesen sich gut: Kaum Anstieg in den Zivilsachen (von 1636 in 2015 auf 1731 in 2016), die Familienabteilung meldete deutlich weniger Fälle als noch 2015 (von 1530 auf 1306). „Das können wir uns allerdings nicht erklären“, sagte Amtsdirektorin Lore Sprickmann Kerkerinck beim gestrigen Pressegespräch.

Schon deutlicher werden da die Anstiege der Ordnungswidrigkeiten in dem Zeitraum: Waren es 2015 noch 1578, so notiert das Amtsgericht für 2016 bereits 1759. Das, so Sprickmann Kerkerinck, könne man aber darauf zurückführen, dass die Polizei wieder mehr Kapazitäten für Abstandsmessungen und ähnliches freihabe. 2015 war der G 7-Gipfel oder auch der Flüchtlingsansturm – da hatten die Beamten andere Sorgen. Das sei jetzt wieder anders.

Nach wie vor ist das Amtsgericht mit Richtern und Rechtspflegern unterbesetzt. Der vom Ministerium errechnete Bedarf ergibt, dass das Freisinger Gericht 13,5 Richter- und 15,2 Rechtspflegerstellen bräuchte. Das Problem: In der Realität ist da aber jeweils ein großer Unterschied festzustellen. Richterstellen gibt es 11,0, Rechtspfleger 12,7.

Große Veränderungen stehen außerdem an. Kommende Woche wird der rund 470 000 Euro teure Umbau des Eingangsbereichs fertiggestellt sein. Somit hat die Odyssee für das Amtsgericht ein Ende: Schon im Herbst 2012 ging die lange Wartezeit auf die Baumaßnahmen los. Am 3. Februar kommt dann auch der bayerische Justizminister Winfried Bausback zur Einweihung zu Besuch.

Das bleibt aber nicht die einzige Veränderung: Amtschefin Lore Sprickmann Kerkerinck wird zum 16. März aus dem Amtsgericht ausscheiden. Sie wird Vorsitzende Richterin am Oberlandesgericht. Ein Nachfolger wird wohl ab Anfang Februar gesucht, wenn die Ausschreibung startet. Das ganze Prozedere, bis der neue Chef feststeht, kann bis zu zwei bis drei Monate dauern. Wenn bis zum 16. März noch keine Nachbesetzung feststeht, wird der jetzige Stellvertreter, Manfred Kastlmeier, provisorisch übernehmen.

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