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Unter dem Durchschnitt des Freistaats (4,7 Prozent) liegt die Region Freising (4,2) bei den Krankenständen, meldet die AOK. Was diese Übersicht auch zeigt: Im Vergleich zu den Nachbarn Pfaffenhofen (4,4) und Erding (4,3 Prozent) schneidet der Landkreis auch besser ab. München-Stadt und Land (3,7/3,8) sowie die Kreise Starnberg (3,7), Ebersberg (3,9) und Garmisch-Partenkirchen (3,9) liegen alle unter der 4,0-Prozent-Grenze.

AOK-Bilanz: Krankenstand-Zahlen unter Freistaat-Schnitt

Im Landkreis leben die gesünderen Bayern

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Die aktuelle Auswertung der AOK zum Krankenstand im Jahr 2017 beweist: Im Landkreis Freising sind AOK-versicherte Arbeitnehmer gesünder als im bayernweiten Vergleich. Mit 4,2 Prozent liegt der Krankenstand unter dem Bayernwert von 4,7 Prozent.

Landkreis – Im Vergleich zum Jahr 2016 haben sich etwas weniger Beschäftigte im Landreis Freising krank gemeldet. Der Krankenstand sank im Landkreis um 0,1 Prozentpunkte. Dennoch liegt die Region mit dem 4,2 Prozent-Stand immer noch deutlich unter dem Bayerndurchschnitt.

Obwohl im vergangenen Jahr weniger Arbeitnehmer wegen Erkältung daheim bleiben mussten, waren Atemwegserkrankungen der häufigste Grund für eine Krankschreibung, schreibt AOK Pressesprecherin Ingrid Goss-Schwarzenberg: „44 Krankmeldungen je 100 erwerbstätigen AOK-Mitglieder gab es im vergangenen Jahr im Landkreis Freising wegen dieser Erkrankung.“ Im Jahr 2016 waren es 45 Krankmeldungen. Demgegenüber entfielen auf Muskel- oder Skeletterkrankungen 31, auf Verletzungen 14 und auf psychische Defekte rund zehn Arbeitsunfähigkeitsfälle je 100 Arbeitnehmer.

„Geht es um die Dauer der Erkrankung, so verursachen Muskel- und Skeletterkrankungen von allen Krankheitsarten immer noch die meisten Ausfalltage“, weiß Experte Uwe Menzel von der AOK in Freising. Statistisch gesehen war deswegen 2017 jeder AOK-versicherte Arbeitnehmer im Landkreis 4,6 Tage krank geschrieben. 2,6 Fehltage ergaben sich aus den Atemwegserkrankungen, 2,5 Krankheitstage wegen Verletzungen.

Insgesamt gesehen war im Freistaat durchschnittlich jeder AOK-versicherte Arbeitnehmer 17 Kalendertage krank. Im Landkreis Freising hingegen waren es im Schnitt nur 15,5 Tage.

Unverändert aber gebe es laut Uwe Menzel in Bayern ein deutliches Nord-Süd-Gefälle: Während in Oberfranken der Krankenstand mit 5,4 Prozent am höchsten war, betrug er in Oberbayern lediglich 4,1 Prozent. Die Ursachen hierfür: Nordbayerische Unternehmen haben deutlich ältere Belegschaften. Oberbayerische Arbeitgeber dagegen profitieren von einem starken Zuzug jüngerer Arbeitnehmer.

„Um arbeitsbedingte Erkrankungen zu vermeiden, unterstützen wir Unternehmen aus der Region beim betrieblichen Gesundheitsmanagement“, resümiert Uwe Menzel abschließend in der Bilanz. Allein im AOK-Direktionsbereich Freising nutzten im vergangenen Jahr rund 30 Unternehmen diesen Service – bayernweit waren es mehr als 2800.  ws

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