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Geehrt wurden im Hofbrauhauskeller (vorne v. l.): Adolf Springer, Irene Krinner, Hans Peis, Hermine Böhmer, Henriette Mayer. Hinten (v. l.): Rosemarie Lemmert, Olga Hoppe, Martina Tanzhaus, Karin Sagerer, Arthur Schmid, Gudrun Rothe, Susanne Riedel, Rudolf Weichs, Kerstin Rehm (Vorsitzende), Birgit Meiler, Franz Höfinger und Josef Schmidmair. Die jährliche Tombola samt Versteigerung kam diesmal dem BLLV-Kinderhaus in Peru zu Gute. Für den musikalischen Rahmen sorgten die Familienmusik Meindl sowie das Gesangs-Duo Marion Faltermeier und Hubert Billmann.

Jahresfeier

Appell der BLLV-Vorsitzenden: Mit Bildung die Demokratie stärken

Terror, Amokläufe, Rechtspopulismus: BLLV-Kreisvorsitzende Kerstin Rehm sieht die Demokratie in großer Gefahr. Im Kampf um sie sei Bildung die beste Waffe, sagt sie und verweist auf spannende Schulprojekte und Initiativen.

Freising – „Erziehung ist das wichtigste Instrument, um eine notwendige Bewusstseinsänderung zu fördern und auf lange Sicht Probleme des Lebens und des Überlebens zu lösen.“ Der Satz stammt aus der Präambel des BLLV, verfasst von dem im Juni 2017 verstorbenen Ehrenpräsidenten Wilhelm Ebert. Mit dem Zitat wollte Kerstin Rehm bei der Feierstunde im Freisinger Hofbrauhauskeller aufzeigen, dass die Schule von heute nahezu vor den gleichen Problemen stehe als zu Beginn der 2000er Jahre. Mit Zitaten bekannter Politiker zeigte Rehm auf, dass sich Geschichte und die sich daraus ergebenden Anforderungen immer wiederholen: „Damals wie heute stehen wir vor massiven gesellschaftlichen Veränderungen und Bedrohungen unserer demokratischen Werte.“

Im Jahr 2001 etwa war die Welt fassungslos angesichts der Attentate auf die Twin Towers in New York. Und heute seien die demokratischen Werte ebenfalls durch massive Angriffe, etwa durch Amokläufe und weltweiten Terror, in Gefahr. Sorge bereite Kerstin Rehm zudem der Zuwachs an rechtspopulistischen Parteien. „Die Demokratie ist in großer Gefahr. Unsere Vorfahren und wir selbst haben dafür gekämpft und gestritten. Für viele junge Leute aber scheint Demokratie zu selbstverständlich zu sein“, mahnte die BLLV Kreisvorsitzende.

Bildung (und das bedeute auch die Kenntnis um die Vergangenheit) müsse wieder als Herausforderung und nicht als Belastung empfunden werden“, zitierte Rehm Paul Spiegel, den einstigen Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland. „Bildung ist die beste und ertragreichste Investition in unsere Zukunft“. Daher sei es einer der vordringlichsten Aufgaben der Lehrer, darauf zu achten, dass Schüler „eine eigene demokratische Haltung entwickeln“. Rehm sagte, es gäbe in diesem Zusammenhang viele beeindruckende Projekte im Landkreis.

Die Kreisvorsitzende führte als Beispiel die Grund- und Mittelschule Neustift an. Dort hat man sich dem Motto „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ verschrieben. In der dortigen Grundschule wird einmal im Jahr ein Projekt zu Themen wie Mobbing und Rassismus durchgeführt. Aber auch andere Projekte im Bereich des sozialen Lernens wie etwa „Klasse 2000“ oder „Aufg’schaut“ zeigten in eindrucksvoller Weise, „was an gelebter Demokratie, an sozialem Engagement und aktiver Beteiligung an der Bürgergesellschaft mit Kindern und Jugendlichen möglich ist“, lobte Kerstin Rehm. Für den Umgang im Miteinander gelte für alle Menschen, „sich zu verbinden und nicht zu trennen“: „Es gilt, im Miteinander Brücken zu bauen, nicht zu zerstören.“

Landrat Josef Hauner zeigte in seinem Grußwort auf, wie sehr der Landkreis Freising auf ein breites Bildungsspektrum setze und daher verstärkt in Schulen investiere. „Wir sind gut für die Zukunft gerüstet.“

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