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Und wieder hat’s gespritzt: Die Jury rechts im Wasserwacht-Häusl am Sprungturm bewertete die diversen Arschbomben.
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Eine Ära geht zuende

Arschbomben-Alarm: Spritziger Abschied vom alten Freibad

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Aus is’! Das alte Freibad in Freising ist endgültig Geschichte. Nach 115 Jahren schwebte beim Abschwimmen ein bisschen Wehmut, aber auch viel Vorfreude auf das neue Kombibad über den Schwimmbecken.

Freising – Die Spielwiese und der Bolzplatz, die Tennisplätze und das Restaurant samt Kiosk, das Kinder-Krakenbecken auch – das alles gibt es im Lerchenfelder Freibad schon seit dem Zeitpunkt nicht mehr, an dem die Bagger für den Hallenbad-Neubau angerollt waren. Und gestern hat nun auch für das Damen- und das Herrenbecken das letzte Stündlein geschlagen. Auch sie müssen weichen, die Fläche wird bei der Neukonzeption des gesamten Areals als Liegefläche benötigt.

Ein letztes Mal also konnte man gestern ruhig seine Bahnen ziehen oder fröhlich herumplanschen. Nun wollte man den letzten Tag des so geliebten Freibads nicht einfach sang- und klanglos vorbeigehen lassen, weshalb ein großes Fest abgehalten wurde. Schon wieder. Schließlich hatte erst vor wenigen Wochen die Schwimmbadparty zur Namensgebung des neuen Bades („Fresch“) die Massen nach Lerchenfeld gelockt. Gestern also der nächste Run auf das Freibad, das nächste Event, die nächste Party. Und die hatte es in sich.

Musik und gute Verpflegung gehörten sowieso dazu, eine ganze Hüpfburgenlandschaft und ein kleiner Stand mit Glitzertattoos waren Anziehungspunkte für den Nachwuchs. Der hatte – ebenso wie Bäderleiter Alexander Frederking – keinen seit Jahrzehnten gewachsenen Bezug zum Freibad. Frederking konnte freilich trotzdem die Stimmung und die Haltung mancher Freisinger gut verstehen, die schon ein bisschen Wehmut verspürten. Doch nicht nur Frederking, auch Stadtwerke-Chef Andreas Voigt war sich sicher, dass die Freude über das neue Kombibad die Trauer bald vertreiben werde.

Damit eine Party eine Party wird, muss für Gaudium gesorgt sein. Und das war es. Am Nachmittag – die Temperaturen waren inzwischen auf über 20 Grad geklettert – stand zunächst das Springerbecken im Zentrum des Interesses: Beim „Arschbombencontest“ stürzten sich Wagemutige vom Sprungtrum und verfolgten dabei nur ein einziges Ziel: möglichst viel Wasser möglichst hoch spritzen zu lassen. Eine dreiköpfige Jury, bestehend aus Frederking, dem Vorsitzenden der Wasserwacht Freising, Moritz Westermeier, und Party-Organisator Michael Kasper, beurteilte nicht nur die Höhe der Fontänen, sondern vergab auch Haltungsnoten von 1 bis 6. Ob – ja, auch für Arschbombenfiguren gibt es Namen – die Variante „Yogi Cannonball“ oder „Big Cat“ erfolgreich ist, ob man mit einem echten „Cannonball“ oder als „Potato“ gute Chancen hatte, ob man als „Anchor“ oder als „Ripper“ auf der Wasserfläche aufkam, das konnte und musste jeder Teilnehmer selbst entscheiden.

Etwas ruhiger ging es im Herrenbecken zu: Die urbayerische Sportart des Sautrogrennens feierte hier ein Revival – eine Fetz’ngaudi für Teilnehmer und Zuschauer. Die jeweils ersten Drei bei beiden Wettkämpfen bekamen Preise überreicht. Einen ganz großen Preis erhielt die Wasserwacht Freising, die sich an diesem Tag mit um die Organisation und um die Besucher kümmerte. Denn jeder, der beim Abschwimmen mitmachte, bekam als Erinnerung an diesen Tag eine Urkunde überreicht und verpflichtete dadurch automatisch die Stadtwerke Freising zu der Spende von einem Euro an die Wasserwacht.

Wetten, dass 2018 weitere Parties steigen? Dann aber im neuen Kombibad.

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