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Das war mal ein Geschäft: Alles, was im Laufe der Jahrhunderte im Erdgeschoß des Asamtrakts nachträglich eingebaut worden ist, wird von den Arbeitern abgerissen. Da fliegt auch schon mal ein Heizkörper aus dem Fenster.

Jahrzehntelang eingemauert

Asamsanierung: Bauarbeiter machen kuriose Entdeckung

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Es wird geklopft, geschlagen, mit dem Presslufthammer hantiert und jede Menge Bauschutt abgefahren: Die Generalsanierung des Asamgebäudes hat mit Abbrucharbeiten begonnen. Und dabei kam ein besonderes „Schätzchen“ zum Vorschein.

Freising – Der Klang der Presslufthämmer gehört sogar zum Hintergrundgeräusch des samstäglichen Wochenmarkts in Freising: Hinter einem mächtigen Baustellenzaun bleibt derzeit im altehrwürdigen Asamtrakt so gut wie kein Stein mehr auf dem anderen: Die Sanierung des einstigen Lyzeums hat begonnen.

Sämtliche Bodenplatten wurden via Presslufthammer weggeschlagen. Jetzt kann der Boden um 40 Zentimeter abgesenkt werden.

Seit dem Baubeginn-Fest Mitte April (wir berichteten), bei dem das zweiflüglige Eingangstor zum Innenhof ausgehängt und zum Restaurator geschickt wurde, geht’s jetzt ans „Eingemachte“: Derzeit schlagen die Bauarbeiter nachträglich eingezogene und nicht tragende Wände aus dem Asam-Erdgeschoß heraus – und machten dabei eine kuriose Entdeckung, wie die Stadt mitteilte: Es wurde ein großer Tresor entdeckt. Der war wohl im Laufe der Jahrzehnte „eingemauert“ worden. Eine Inspektion ergab: „Der Safe ist leer“, wie Ulrich Setzwein, der bei der Stadt zuständig für den Umbau ist, verriet. Jetzt wanderte das Fundstück in den Bestand des Stadtmuseums, als Markstein der Sanierung.

Auch ein Archäologe ist mit von der Partie

Parallel zu den Abbrucharbeiten werden auch nicht-historische Putze im Erdgeschoß abgeschlagen, „damit die teilweise feuchten Wände austrocknen können“, heißt es von offizieller Stelle.

Noch bis weit in den Juni hinein werden die Demontagearbeiten und auch der Abbruch sämtlicher Bodenplatten andauern. Dann wird der Boden im Gebäude um etwa 40 Zentimeter abgesenkt. Wenn dazu der Bagger anrückt, ist auch ein Archäologe mit von der Partie, um mögliche bodenarchäologisch interessante Funde sicherzustellen. Im Juli schließlich wird mit dem Einbau einer Sperre gegen die Feuchtigkeit in den Wänden des Erdgeschosses begonnen. Daran schließt sich die Stabilisierung der Fundamente mit Hilfe von „Mikropfählen – einer Zementinjektion – sowie die Dachsanierung (heuer des Ostflügels) des Gebäudes an.

Das erste Teilprojekt kostet 7,9 Millionen Euro

Ein alter Tresor verbarg sich hinter einer der nachträglich eingezogenen Wände.

All die oben genannten Arbeiten gehören zum ersten Teilprojekt der Generalsanierung, das heuer und 2018 mit Baukosten von 7,9 Millionen Euro über die Bühne gebracht wird.

Gut zu wissen

Mehr als 300 Jahre, nachdem das Asamgebäude erbaut wurde, wird das Ensemble erstmals generalsaniert.

Es ist eine Bauzeit von viereinhalb Jahren vorgesehen. Die Kosten liegen bei rund 46,4 Millionen Euro.

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