Bluttat in Unterföhring: Polizistin wird wohl nicht mehr aufwachen

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Zu Besuch in Freising waren im Jahr 2014 David Bukozo und Irene Namatovu (r.), die über ihre Lebensbedingungen informierten. In der Innenstadt begleiteten sie (weiter v. l.) Mir iam Ostermaier, Christine Albrecht und Margit Wander. Vorne: Theresa Albrecht.

Asylpreis für Marafiki wa Afrika

Fruchtbarer Dialog zwischen den Kulturen

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Bayerns Integrationsministerin Emilia Müller, Landtagspräsidentin Barbara Stamm und die IntegrationsbeauftragteKerstin Schreyer verleihen gemeinsam den Bayerischen Integrationspreis und den Asylpreis 2017. Letzterer geht an den Freisinger Afrika-Hilfsverein „Marafiki wa Afrika“.

Freising – „Wir sind wie elektrisiert“: Marafiki-wa-Afrika-Vorsitzender Franz Pointner und seine Mitstreiter freuen sich riesig, dass ihnen heuer der Bayerische Asylpreis, der am Dienstag, 20. Juni, im Landtag verliehen wird, zugesprochen wurde: „Das ist eine Auszeichnung für knapp 25 Jahre Engagement.“ Pointner hoffe zudem, „dass diese so fruchtbare Arbeit „auch die nächsten Jahre weiter wachsen wird“.

Der Fokus der Preisvergabe lag auf der Bekämpfung von Fluchtursachen und auf der besonderen Situation von Frauen und Mädchen auf der Flucht. In diesem Sinne ist „Marafiki wa Afrika“ (Freunde für Afrika) mit Sitz in Freising und bayernweitem Unterstützerkreis tätig, kam die Jury zum Schluss. Der Verein engagiert sich insbesondere für Mädchenbildungsprojekte in Tansania, betreibt Patenschaftsprojekte sowie einen Austausch mit Freiwilligen und organisiert Seminare zu interkulturellem Lernen.

Der persönliche Kontakt durch verschiedene Reisen gab den Ausschlag 1993 in Deutschland den gemeinnützigen Verein “Marafiki wa Afrika – Freunde für Afrika” zu gründen. Auch in Tansania entstand 1995 eine NGO (= non-governmental organisation) „Marafiki wa Afrika“. Neben der direkten Partnerorganisation bestehen langjährige Freundschaften zu anderen tansanischen NGOs. „Der interkulturelle Austausch und der wechselseitige Dialog sind unsere vorrangigen Anliegen. Wir möchten von unseren Freunden lernen, sie unterstützen und in ihrem Land auch etwas für ihre Mitmenschen bewirken“, betont Christine Albrecht auf der Homepage des Vereins.

Die Projekte in Tansania werden sowohl materiell und finanziell durch Spenden, als auch persönlich und fachlich durch Kontakte und freiwillige Helfer vor Ort, sogenannte „Volunteers“, unterstützt. Letztere sind bis zu einem Jahr in Tansania und geben anschließend in Berichten aktuelle Einblicke in die Projekte und ihre Arbeit.

Zu diesen Marafiki-Projekten gehört zum Beispiel „Aprofi“: Hier arbeitet eine Gruppe im landwirtschaftlichen Bereich zusammen, um die familiäre Situation zu verbessern. Heute gehören zwölf Familien zu „Aprofi“.

Die „Baramba Girls Secondary School“ wurde 1999 im Ngara Distrikt im Nordwesten Tansanias gegründet. Diese weiterführende Privatschule für Mädchen, die der Verein unterstützt, wird seit der Gründung als Internat geführt.

Viele Bauern in der Umgebung der Stadt Ihanda bewirtschafteten erfolglos ihre Felder und wussten nicht, woran ihr Misserfolg lag. Um diese Situation zu ändern, entstand 1994 das „Mavuno Assistence Learning Center“.

„Simba Clay“ ist eine Töpferschule für blinde und sehbehinderte Menschen in der Stadt Tabora. Sie entstand in Kooperation mit den großen Organisationen africa action, Missionare des Hl. Franz von Sales, potters for peace und der Bundesregierung. Das wichtigste Produkt ist ein tönerner Wasserfilter der 98 Prozent der Krankheitserreger aus verschmutztem Wasser herausfiltern kann.

Es werden auch in Freising immer wieder Aktionen gestartet, um auf die Situation in Tansania aufmerksam. Regelmäßig zeigen zum Beispiel die zurückkehrenden Volunteers ihre Bilder von ihrer „Heimat auf Zeit”. Seit vielen Jahren vermitteln zudem auch Infostände einen Eindruck von der Vereinsarbeit.

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