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Tatort Franziskus-Kapelle: Die Vereinsmitglieder finden dort immer wieder Tretminen, die Hundehalter einfach liegen lassen. 

Gotteshaus, nicht Hundetoilette

„Kann doch nicht so schwer sein“: Kapellenverein ärgert sich über unbelehrbare Hundehalter

Die Mitglieder des Kapellenvereins Attaching sind verärgert: Das Areal um die Franziskus-Kapelle wird wiederholt als Hundetoilette missbraucht - Schilder helfen nichts.

Attaching – Wolfgang Hagn ist verärgert. Das Vorstandsmitglied im Kapellenverein Attaching und seine Kollegen legen stets großen Wert darauf, dass das kleine Gotteshaus an der Dorfstraße immer sauber gepflegt ist – innen wie außen. Doch in jüngster Zeit machen den Gläubigen Hundebesitzer das Leben schwer. Der Grund: Die Hinterlassenschaften der Zamperl werden laut dem Kapellenverein allzu gerne an Ort und Stelle liegen gelassen.

Schilder zeigen keine Wirkung

„In letzter Zeit wird unsere Rasenanlage vermehrt als Hundetoilette benutzt“, sagt Hagn. Dabei wurden bereits Schilder angebracht, die deutlich machen sollen, dass der Ort keine Hundetoilette ist. Deshalb hat er sich an das FT gewendet, um noch einmal eindrücklich an die Bürger zu appellieren. „Es gibt ja die Möglichkeit, die Hinterlassenschaften der Hunde in Tütchen zu verstauen und später zu entsorgen“, betont Hagn. „Muss es denn unbedingt der Rasen um unsere Franziskus-Kapelle sein?“ Unschöne Erlebnisse hätten die Vereinsmitglieder, die die Kapelle und das Areal rundherum pflegen, zuletzt zuhauf erlebt. „Wer schon mal in einen Hundehaufen gemäht hat, weiß, was das heißt“, sagt Hagn. Er meint: „Es kann doch nicht so schwer sein, ein bisschen Disziplin zu zeigen.“

„Diese Personen sind anzuzeigen“

Statt den Rasen um das Gotteshaus zu verschmutzen, gebe es zahlreiche bessere Alternativen, um die Tretminen zu entsorgen. Ein Beutelspender und die dementsprechende Abfallstation steht etwa am Sportplatz nach dem Parkplatz Richtung Bolzwiese bereit, informiert die Stadt auf ihrer Homepage. Außerdem sollten Hundebesitzer nur mit Beutel spazieren gehen: „Doch nach wie vor gibt es Leute, die nichts dagegen unternehmen, wenn ihr Hund im unmittelbaren Umfeld oder direkt an einem Kinderspielplatz kotet“, schreibt die Stadtverwaltung und betont: „Diese Personen sind anzuzeigen, und mit Geldbuße zu belegen, damit es zu keiner Wiederholung kommt.“ Zudem wüssten viele Halter nicht, dass Hundekot in die Nahrungskette gelangen könne – durch Hundekot auf Weideland: „Dies ist der Grund, warum sich Landwirte dagegen wehren, dass ihre Wiesen als Entsorgungsplatz benutzt werden.“ft

Lesen Sie auch: Polizei warnt Hundebesitzer: Köder mit blauer Substanz entdeckt

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