Bilanz des Klinikums

Auch Freising erlebt einen Babyboom

Freising - Mehr Geburten, mehr Patienten – und eine kürzere Verweildauer. Das sind die Eckdaten des Klinikums Freising für das vergangene Jahr. Die Zahlen wurden gestern im Rahmen der Aufsichtsratssitzung vorgestellt: Man erreichte eine „schwarze Null“.

Das Klinikum Freising hat ein ausgeglichenes Jahresergebnis erreicht, wie gestern nach der Aufsichtsratssitzung Pressesprecher Christoph Wenzel berichtete. Im vorangegangenen Geschäftsjahr 2014 hatte das Jahresergebnis noch einen Fehlbetrag von rund 625 000 Euro ausgewiesen. Dass im Geschäftsjahr 2015 das Jahresergebnis verbessert und eine „schwarze Null“ erzielt werden konnte, liege auch an den Behandlungszahlen, so Wenzel. So seien im Geschäftsjahr 2015 rund 19 000 Patienten stationär behandelt worden. Das entspreche einem Zuwachs von rund 5,1 Prozent.

Auch die ambulante Versorgung konnte mit rund 25 000 behandelten Patienten leicht zulegen (+1,7 Prozent). „Die wirtschaftlich äußerst stabile Situation des Klinikums Freising ist für alle Bürger eine gute Nachricht, denn sie ist die Grundlage für die auch in Zukunft zuverlässige medizinische Versorgung unseres Landkreises“, sagte Landrat Josef Hauner, Vorsitzender des Aufsichtsrats. Andreas Holzner, Geschäftsführer der Klinikum Freising GmbH, fügte hinzu: „Die politischen Rahmenbedingungen gerade für Krankenhäuser in kommunaler Trägerschaft bleiben weiterhin sehr schwierig. Die Leistungsangebote des Klinikums Freising werden jedoch gut angenommen.“ Holzner bedankte sich ausdrücklich „bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich für unsere Patienten mit vollem Einsatz einbringen, und ohne die dieses Ergebnis nicht möglich gewesen wäre.“

Weitere Kennzahlen aus dem Geschäftsjahr 2015: Die Verweildauer ging erneut leicht zurück und lag bei durchschnittlich 5,5 Tagen. Die durchschnittliche Belegung lag bei etwas über 80 Prozent. Mit 936 Geburten gab es einen neuen Höchststand, eine Steigerung um mehr als 25 Prozent zum Vorjahr. Es gibt also wieder mehr gebürtige Freisinger.

Um die medizinische Versorgung auf hohem Niveau zu gewährleisten, habe das Klinikum Freising auch im Jahr 2015 mehrere Qualitätskontrollen erfolgreich bestanden, berichtete Klinikum-Sprecher Wenzel: So sei das Qualitätsmanagement für das gesamte Klinikum ebenso erfolgreich absolviert worden wie bei der Tochtergesellschaft Medtralog. Das Klinikum Freising sei 2015 erstmals als Endoprothetikzentrum zertifiziert worden. Und: Das Brust- und Darmzentrum wurde erfolgreich re-zertifiziert.

Die erfreuliche Entwicklung des vergangenen Jahres solle auch heuer fortgesetzt werden, betonte Geschäftsführer Holzner: „Auf dieser soliden Grundlage möchten wir die Zukunft des Klinikums weiter ebnen.“

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Rubriklistenbild: © Panthermedia

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