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Dackel Little Joe war zwar nicht der Schnellste, dafür aber der Lauteste. Grund genug, ihm den Fun-Preis zu verleihen.

Spaß im Vordergrund

Auf geht‘s mit Gebell: Hunderennen in Freising

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Die Zungen hängen heraus, die Ohren fliegen, die Augen sind weit aufgerissen: Es ist Hunderennen. Am Samstag haben kleine, mittlere und große Vierbeiner auf dem Gelände von Canifit wieder ihre Kräfte gemesssen. Der Schnellste von allen: Chi.

Freising – 42 Hunde (samt Frauchen und Herrchen) waren am Samstag gekommen, um den schnellsten Hund von Freising unter sich auszumachen. In drei Klassen wurden zum fünften Mal die Sieger ermittelt, die am flinkesten hinter Frauchen herhechelten, dem Geschrei und Geheule von Herrchen und Quietschetierchen folgten und so ohne Rücksicht auf Verluste über die Ziellinie schossen.

Schön, wer solche Helfer auf vier Pfoten hat: Hundedame Leni nimmt ihrem Frauchen gerne mal die Wäsche ab.

Die Strecke war gegenüber den Vorjahren um gut zehn Meter verkürzt worden, um den pfeilschnellen Vierbeinern nach der Ziellinie genügend Auslauf bis Ende Gelände zu ermöglichen. Ein Vorteil für Kurzsprinter also. Und weil sich heuer 27 Hunde weniger als 2016 angemeldet hatten, gab es erstmals zwei Durchgänge: Der bessere von beiden floss dann in die Wertung ein.

Bei den Minis (bis 30 Zentimeter Schulterhöhe) war Susi von Johann Penger mit 6,03 Sekunden die Schnellste, gefolgt von Haya von Karin Rauch, die 6,34 Sekunden benötigte, und Tina Krügers Nomel (6,5 Sekunden). Bei den Midis (Schulterhöhe zwischen 30 und 50 Zentimeter) war Greta von Kerstin Vogel mit 5,22 Sekunden nicht zu schlagen. Die weiteren Plätze belegten Frenzi von Anna Langenacker (5,31 Sekunden) und Kiss von Anita Hundseder (5,65 Sekunden).

Der Schnellste aller Schnellen aber war in der Maxi-Klasse gestartet. Name: Chi. Frauchen: Bettina Neuss. Die Zeit: sagenhafte 4,69 Sekunden. Knapp war das Rennen um Platz zwei: Diego von David Leopold und Milou von Jessica Frohn waren mit 5,37 Sekunden zeitgleich, doch der bessere zweite Lauf sicherte Diego die Silbermedaille.

So sehr sich die Hunde auch ins Zeug legten, so war es doch in erster Linie ein Nachmittag für die gute Laune. Deshalb gab es auch einen Fun-Preis: Little Joe von Ines Neugebauer bekam ihn, weil er der am lautesten bellende Dackel war. Und zum „Heldenhund des Tages“, der trotz der großen Kulisse und wiederholter Ablenkungen auf der Strecke dann doch irgendwann mal sein Frauchen im Ziel fand, wurde Cleo von Lara Stufler ernannt.

Selbtgebackenes Leckerli: Gusti Monat (in Orange) machte sich mit selbstgebackenen Hundekeksen besonders beliebt.

Doch nicht nur die Zuschauer, die Hunde und ihre Besitzer hatten an jenem Samstag ihre Freude – unter anderem wegen der Hundeshow mit Leni und Gustl von Heidi Deml. Auch der Tierschutzverein Freising freute sich, sein Vorsitzender Joseph Popp hatte ein Lächeln im Gesicht. Grund: 366,50 Euro waren an Startgeldern und Spenden bei Canifit eingegangen – eine Summe, die der Verein auf 450 Euro aufstockte und dem Tierschutzverein überwies. Außerdem verkaufte der Tierschutzverein Kuchen, Butterbrezen, Kaffee und Getränke, dazu selbst gebackene Hundekekse. Das spülte zusätzlich Geld in die Kasse.

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