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Nur noch wenige „Meter“, dann ist es geschafft: Das Abseits wird wohl weiter existieren.

Stadt will das Areal kaufen 

Auf der Zielgerade zur Abseits-Rettung: Stadt verhandelt mit Graf Guy von Moy

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  • Andreas Beschorner
    Andreas Beschorner
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Jetzt ist es beschlossene Sache: Mit einer deutlichen Mehrheit hat sich der Freisinger Stadtrat in nicht-öffentlicher Sitzung für den Kauf des Abseits-Areals ausgesprochen. OB Tobias Eschenbacher soll jetzt die Verhandlungen aufnehmen – und die Nutzung durch den Abseitsverein klären.

Freising – Etwas mehr als zwei Jahre ist es nun her, dass das Abseits am Herrenweg seine Pforten schließen musste. Der Pachtvertrag lief zum 31. Dezember 2015 aus, der Brandschutz war nicht auf dem neuesten Stand – und der Eigentümer, Graf Guy von Moy, hatte eigene Pläne mit dem Areal. Die Fronten zwischen ihm und den Abseits-Freunden waren rund um den Jahreswechsel 2015/16 verhärtet – zu viel Geld habe von Moy für das Areal gefordert, auf einem Graffiti wurde er mit Dagobert Duck verglichen. Ein runder Tisch noch im Januar 2016 räumte die Probleme beider Parteien aber aus. Man wolle ab sofort gemeinsam an einem Strang ziehen, hieß es da. Doch die Odyssee „Abseits-Rettung“ hatte gerade erst begonnen.

Norbert Bürger: „Das ist ein fantastischer Schritt.“

Über die Traditionskneipe wurde viel diskutiert und geschrieben: Ein Verein gründete sich, mehrere Benefiz-Veranstaltungen folgten – und in Sachen Finanzierung war zwischenzeitlich die Rede von einem Millionendarlehen, das die Stadt den Kämpfern um den Erhalt geben könnte. Im Dezember 2016 folgte dann der Paukenschlag: Im Stadtrat konnte man sich vorstellen, das Areal direkt selbst zu kaufen – und in Erbpacht an den Verein weiterzugeben. Lange Zeit passierte dann aber relativ wenig – bis zum Juli 2017: Bei einer Sitzung im Finanzausschuss wurde eine Entscheidung rund um das Areal am Herrenweg erneut vertagt. Ein Gutachten, das den Stadträten vorlag und eine Kostenschätzung angab, ging von einer Generalsanierung aus – dabei war die gar nicht angedacht. In Summe verständigte man sich darauf, noch enger mit dem Abseitsverein zusammenzuarbeiten und offene Fragen klären zu wollen.

Das scheint nun geschehen zu sein. Denn am vergangenen Mittwoch war es so weit: OB Tobias Eschenbacher bestätigte dem FT, dass sich eine deutliche Mehrheit im Stadtrat in nicht-öffentlicher Sitzung dafür ausgesprochen habe, ihn damit zu beauftragen, in Kaufverhandlungen mit Guy Graf von Moy einzutreten. Aussagen über einen möglichen Kaufpreis ließ sich der OB freilich noch nicht entlocken. Gerüchten zufolge müsste die Stadt etwa 1,2 Millionen Euro locker machen.

Sollte die Stadt das Areal mit dem Abseits, dem Eiskeller und dem Wohnhaus erwerben, stünde als nächster Schritt wohl das Gespräch mit dem Abseitsverein über die Modalitäten der Verpachtung an. Denn auch wenn eine endgültige Entscheidung noch nicht getroffen sei, geht Eschenbacher doch davon aus, dass die Mehrheit der Stadträte die Kneipe dem Abseitsverein überlassen wolle.

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