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Die Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal ist eine feste Tradition bei der zentralen Feier zum Volkstrauertag. 

Volkstrauertag 

Aus Worten wachsen Taten: Freisings Oberbürgermeister verurteilt Verrohung der Sprache

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Bei der zentralen Feier zum Volkstrauertag in Freising fand OB Tobias Eschenbacher deutliche Worte gegen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus: „Die demokratische Mehrheit in diesem Land darf sich nicht beugen!“ 

Freising – Er sei wahrlich „keine Pflichtaufgabe“, er sei „ein besonderer Tag“, betonte Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher am Samstag bei der zentralen Feier zum Volkstrauertag in Freising erst in der Kirche St. Georg, dann am Kriegerdenkmal. Und der OB folgte seinem eigenen Appell, an diesem Tag „ganz bewusst innezuhalten, in uns hineinzuhören und uns eine Auszeit zu nehmen aus der oft wirklich oberflächlichen Geschäftigkeit des Alltags“.

In seiner Ansprache betonte Eschenbacher, es sei unser aller Auftrag, das ganz Jahr über mit großen und kleinen Aktionen, Gesten und Worten „Zeichen zu setzen, wieder und wieder ganz deutlich zu sagen: Verblendung und Hass, Krieg und Gewalt dürfen wir nie wieder Macht, Raum geben – nicht in unserem Land, nicht in unserer Stadt.“

OB Eschenbacher: Verantwortung übernehmen für die Erhaltung des Friedens

Bereit zu sein, sich der Vergangenheit zu stellen, sich historisch zu informieren, das Geschichtsbewusstsein zu schärfen, bedeute laut Eschenbacher auch, Verantwortung zu übernehmen für die Erhaltung des Friedens. Der Volkstrauertag sei aber auch ein Tag der Mahnung zu Versöhnung und Verständigung, so der OB.

Gerade in diesen Zeiten begegne man zunehmend Opfern einer neuen Art von Krieg, man werde immer öfter Zeuge verbaler Aggressionen von Rechtspopulisten und Rechtsextremen, sagte Tobias Eschenbacher. Immer mehr Menschen hätten „keine Hemmungen, rassistische Worte zu gebrauchen oder zu schreiben“. Das sei schon fast ein Massenphänomen. 

Eine verrohte Sprache ist der Wegbereiter von Gewalt

Der Oberbürgermeister war sich sicher: „Ein verrohte Sprache ist der Wegbereiter von Gewalt. Aus Worten wachsen Taten.“ Und es könne jeden treffen: Migranten, Muslime, Journalisten, Politiker, Flüchtlingshelfer und Menschen generell, die sich dem Hass entgegenstellten. „Das ist erschreckend.“ Und weil nicht nur Feinde von außen die Demokratie gefährdeten, sondern auch „das Desinteresse von innen“, so Eschenbacher, müsse man sich Gehör verschaffen. „Frieden fängt bei uns an, bei uns selbst und in unserer Stadt.“ Und deshalb meine Frieden auch den „Mut, die Stimme zu erheben gegen Unrecht und Ausgrenzung.“ Eindrücklich der Schluss der Rede, bevor man zum Kriegerdenkmal zur Kranzniederlegung zog: „Die demokratische Mehrheit in diesem Land darf sich nicht beugen!“  

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