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Daumen hoch für dieses Projekt: HAWE-Auszubildende haben Arbeitern in Botswana dabei geholfen, sich weiterzuentwickeln. Dafür gab es jetzt einen renommierten Preis. 

Auszeichnung

Ausgezeichnete Entwicklungshilfe HAWE aus Freising erhält Deutschen Unternehmerpreis

HAWE Hydraulik ist mit dem Deutschen Unternehmerpreis ausgezeichnet worden. Großen Anteil daran haben die Azubis des Freisinger Unternehmens.

Freising – HAWE Hydraulik ist mit dem Deutschen Unternehmerpreis ausgezeichnet worden. Das Unternehmen, das auch in Freising ansässig ist, setzte sich in der Kategorie „Wirtschaft für Entwicklung“ durch. Ausgezeichnet wurde ein Projekt unter Leitung der Auszubildenden. Kern der Initiative war es, Menschen in Botswana mit praxisnahen Trainings und modernen Schulungsmodellen dabei zu helfen, eine Fachausbildung und detaillierte Einblicke in die Hydraulik zu erhalten.

Deutscher Entwicklungsminister überreicht Preis

Der Preis wurde am Dienstag auf dem German African Business Summit in Accra, der Hauptstadt von Ghana, verliehen und von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und dem ghanaischen Präsidenten Dankwa Akufo-Addo überreicht. Stellvertretend für HAWE nahmen Aufsichtsrätin Alexa Haeusgen und Personalleiterin Anja Lehr die Auszeichnung entgegen. Sie wird alle zwei Jahre von der Carl Duisberg Gesellschaft e.V. vergeben und ist mit 35 000 Euro dotiert. Das Preisgeld soll in die prämierten Projekte und Produktideen fließen und so zusätzliche Impulse geben. Bei HAWE wird damit ein Instandhaltungsworkshop in Botswana organisiert.

Azubis leisten Hilfe zur Selbsthilfe

Die Idee dazu entstand, als die HAWE-Azubis im Herbst 2018 die Inbetriebnahme der drei Schulungsmodelle im Garbarone Schulungszentrum vorgenommen haben. Dort stehen neben den neuen Schulungsmodellen zu Trainingszwecken auch alte Schweißgeräte mit Absaugungen sowie Dreh- und Fräsmaschinen, die entweder ganz kaputt sind oder nur noch schlecht funktionieren. Diese sollen nun mit dem Geld nicht nur wieder instandgesetzt werden, sondern dazu dienen, die Fachkräfte in Botswana auszubilden. Die Arbeiter dort sollen die Reparaturen selbst vornehmen und die Maschinen und die neuen Schulungsmodelle künftig eigenverantwortlich warten. Für dieses Training soll 2019 eine Gruppe von HAWE-Fachkräfte für Instandhaltung nach Botswana fliegen. Zusätzlich werden von dem Geld auch notwendige Ersatzteile beschafft oder selbst gebaut.

Auch anderen afrikanischen Ländern profitieren

Insgesamt haben die beteiligten Azubis im Rahmen des Projekts fünf Schulungsmodelle gebaut. Drei wurden erfolgreich in Botswana in Betrieb genommen. Mit ihrer Hilfe werden dort Train-the-Trainer-Schulungen durchgeführt. Die beiden anderen Schulungsmodelle werden 2019 nach Nigeria geliefert. Ein analoges Projekt ist auch für das Land Kenia in Planung. Das Bildungsprojekt „Fachkräfte für Afrika“ des VDMA, das Initiator des HAWE-Projekts war, spannt sich über diese drei Länder.

ft

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