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Farbenfroh und romantisch waren die Werke, die von der Künstlergruppe „Farbe ins Leben“ im Alten Gefängnis gezeigt wurden – zum Beispiel das Bild „Rainbow Valley“ einer Erdinger Künstlerin der „FiL“-Gruppe.

Aussergewöhnliche Werkschau im Alten Gefängnis Freising

Die Grenzen zwischen Künstler und Publikum verschwimmen

Farbenfrohe, fröhliche und romantische Bilder hat die Künstlergruppe „Farbe ins Leben“ (FiL) im Alten Gefängnis in Freising präsentiert. Darüber hinaus hielt die Gruppe der lsar-Sempt-Werkstätten Erding/Freising einige Überraschungen für die Besucher parat.

Freising – Die Gruppe arbeitet seit 1999 unter Leitung von Sabine Rauscher zusammen und kann auf zahlreiche Ausstellungen im bayrischen Raum zurückblicken. Mit einem leuchtend roten Mund auf schwarzem Grund in Pop-Art (Thomas Eckert) und dem Bild „seids freundlich“ (Anna Trinkl) wurden die Besucher bereits im Gang willkommen geheißen. Die sieben Künstler hatten sich zudem etwas Besonderes einfallen lassen, indem sie Interessierten in einem Atelierraum Leinwand und Farbe zur Verfügung stellten, um selbst zum Pinsel zu greifen und Farbe in ihr Leben zu bringen. Wer wollte, bekam Tipps vom Künstler Hermann Lenz.

Zu Pinsel und Stift durften auch die Besucher der Ausstellung greifen. fotos: FIL

Ein weiterer Raum weckte bei Besuchern ebenfalls großes Interesse. Hier lagen unzählige Bücher auf dem Boden. Jeder konnte sich an einer Installation eines Bücherbaums beteiligen oder aber einfach nur stöbern und Lesenswertes mit nach Hause nehmen. Diese unkonventionelle Einladung animierte zum Mitmachen und zu zahlreichen inspirierenden Gesprächen. Kleine und große Leute , behinderte und nichtbehinderte Menschen fanden hier zusammen.

Den meisten Besuchern waren die lsar-Sempt-Werkstätten zwar schon vor ihrem Besuch der Ausstellung ein Begriff, aber einige erfuhren erst am Ende ihres Besuchs im Alten Gefängnis, dass es sich um Arbeiten von behinderten Menschen handelt. Ihr Erstaunen darüber nahmen die Künstler mit großer Freude als Kompliment entgegen. Sie sehen sich durch die positive Reaktion auf ihre Ausstellung darin bestätigt, dass Kunst verbindet.

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