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Begutachteten bei der Eröffnung die „Bürger im Turm“: Freisings Stadthistorikerin Ulrike Götz, Martin Maier (Interessen gemeinschaft Bürgerturm) und Günther Lehrmann (Vorsitzender Historischer Verein, v. l.).

Ausstellung „Bürger im Turm“ in Freising eröffnet

Stadtgeschichte auf vier Etagen

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Das Grabenmuseum ist bekanntlich im Bürgerturm untergebracht. Jetzt hat dort das Stadtmuseum einen Zwischenstopp gemacht. Thema der Ausstellung im Bürgerturm: „Bürger im Turm“.

Freising – Seitdem das Asamgebäude einer Generalsanierung unterzogen wird, ist das Stadtmuseum Freising „ausgeflogen“. Bis man in einigen Jahren wieder am angestammten Platz landen kann, ist es mit der Sammlung des Historischen Vereins deshalb auf Wanderschaft und legt immer wieder mal „Zwischenlandungen“ ein.

Derzeit ist man zu Gast im Bürgerturm, zeigt dort eine Porträtausstellung mit dem bezeichnenden Namen „Bürger im Turm“. Die Interessengemeinschaft Bürgerturm hatte das Stadtmuseum eingeladen – eine Einladung, der man sehr gerne gefolgt sei, so Museumsleiterin Ulrike Götz bei der offiziellen Eröffnung am Samstag.

Wie der Titel der Ausstellung verrät, sind es Porträts Freisinger Persönlichkeiten, die auf den Besucher warten – Reproduktionen freilich, weil es laut Götz versicherungstechnisch gar nicht anders gegangen wäre. Aber sehr lebensnahe Reproduktionen, die zudem den Vorteil hätten, kleine Porträts – beispielsweise auf Münzen und Medaillen – vergrößert präsentieren zu können.

Der viergeschoßige Bürgerturm ist dabei folgendermaßen aufgeteilt: Im Erdgeschoß liegt das Gästebuch (und warteten am Samstag jede Menge Schokoladenmaikäfer darauf, auszufliegen), die Porträts befinden sich in den Obergeschoßen.

Der erste Stock gehört den Bürgern, genauer: bekannten Bürgerpaaren aus Freising und der Zeit zwischen dem späten 18. und dem Anfang des 20. Jahrhunderts. Im zweiten Obergeschoß das geistliche Freising, sprich: Porträts von Fürstbischöfen. Dabei habe sich, so Götz, sogar „ein kleiner Fürstengang“ ergeben, indem die Konterfeis aller Fürstbischöfe des 18. Jahrhunderts nebeneinander hingen.

Im dritten Stock gibt es dann das, was Götz „eine kleine Schlüterabteilung“ nannte: ausgewählte Bilder der rund 350 Fotoporträts von langjährigen Mitarbeitern der Traktorenfabrik, die früher in der Produktionshalle aufgehängt waren. Dass man die Eröffnung der Ausstellung am 12. Mai feierte, war laut Götz bezeichnend: Zum einen habe man damit pünktlich zum bundesweiten Tag des Museums am 13. Mai die Ausstellung präsentieren können, zum anderen habe man damit beinahe den 11. Mai getroffen – der Tag, an dem vor 22 Jahren der sanierte Bürgerturm der Öffentlichkeit übergeben worden war.

Zu sehen sind die „Bürger im Turm“ noch bis zum 8. Juli, jeweils sonntags zwischen 14 und 17 Uhr. Der Eintritt in das Museum am Unteren Graben 25 ist frei.

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