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Bitte recht MINT-freundlich: Schulleiter Manfred Röder, Ministerialdirektor Herbert Püls, MINT-Koordinatorin Judith Hermann, die „Dom“-Schüler Rebecca Melchior und Michael Firlus, „Dom“-MINT-Beauftragter Matt hias Apel und MINT-Vorstandsvorsitzender Thomas Sattelberger (v. l.).

Auszeichnung für das Dom-Gymnasium

Humanistisch, sprachlich – und MINT-freundlich

Freising – „Die Zukunft beginnt nicht im Labor, sondern im Klassenzimmer.“ Mit diesem Zitat von Henry Ford beschrieb Ministerialdirektor Herbert Püls am Donnerstag die Ziele einer besonderen Organisation: „MINT Zukunft schaffen“. Das MINT-Schulprojekt zeichnet – wie bereits die Jahre zuvor – die erfolgreichsten MINT-freundlichen Schulen des Jahres aus. Vertreter von rund 70 Schulen hatten sich hierfür im Freisinger Dom-Gymnasium, ebenfalls eine der geehrten Schulen, versammelt.

Direktor Manfred Röder hieß besonders den MINT-Vorstandsvorsitzenden Thomas Sattelberger in „seinem“ Haus willkommen. Der nutzte die Gelegenheit, um zu erläutern, was das MINT-Projekt eigentlich auszeichnet. Der Name setzt sich aus den Anfangsbuchstaben von vier oft verhassten Schulfächern zusammen: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Das typische Vorurteil dieser schweren Fächer räumte Thomas Sattelberger in seiner Rede sofort vom Tisch: „Mathematik ist nicht schwer!“ – ebenso wenig wie Physik und andere naturwissenschaftliche Fächer. „Das ist nur rechnen – immer nach dem selben Schema“, so der Fachmann. Die Grammatik verschiedener Sprachen zu erlernen, sei bedeutend anspruchsvoller.

Ins Leben gerufen wurde MINT, um Schülern, die in diesen Fächern ein Talent zeigen, die frühestmögliche und beste Förderung zu bieten. Und das Ganze ist enorm beliebt geworden und wird inzwischen bundesweit an 1300 streng ausgewählten Schulen in den Schulalltag eingebaut – sei es in Form von besonderer Förderung des technischen Geschicks der Kinder am Computer, dem Bau eines Roboters in einer AG nach Unterrichtsschluss oder einem Biologiekurs.

Wie wird man zur MINT-Schule? „Von 14 Kriterien muss die Schule mindestens zehn sehr gut erfüllen, was unsere MINT-Mitarbeiter kontrollieren“, erläuterte Sattelberger. Eine gute Voraussetzung für eine Schule sei dann gegeben, wenn es mindestens ein Trio aus zwei engagierten Lehrern und einem kompetenten Schulleiter gebe, der über all das seine schützende Hand halte.

Nachdem die Lehrer, Schüler und Gäste diesen Einblick in die MINT-Arbeit erhalten hatten, bekamen alle geehrten Schulen ihre Auszeichnung von Thomas Sattelberger verliehen. Anschließend stärkten sich alle gemeinsam in der Säulenhalle des Dom-Gymnasiums, wo noch lange und leidenschaftlich über gemeinsame Zukunftsprojekte gefachsimpelt wurde. 

Pascale Fuchs

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