Tierschutzverein ist begeistert

Baugenehmigung für Tierherberge ist da: Jetzt kann es losgehen

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Neufahrn - Ein Meilenstein in der Geschichte des Tierschutzvereins Freising: Die Baugenehmigung für die Herberge in Neufahrn ist da. Vorsitzender Joseph Popp ist überglücklich.

Den Freitag, 10. Juni, wird der Vorsitzende des Tierschutzvereins, Joseph Popp, ganz dick in der Chronik festhalten: Es ist der Tag, an dem die Baugenehmigung für die Tierherberge in Neufahrn in seinem Briefkasten landete.

Und wie es der Zufall will, ist es fast genau auf den Tag acht Jahre her, dass in einer Ausschusssitzung des Vereins beschlossen wurde, ein Grundstück für eine Herberge zu suchen. „Ich habe extra nachgeschaut“, sagt Popp. Der 18. Juni 2008 war es, als beim Tierschutzverein Aufbruchstimmung herrschte.

Seitdem ist er wohl um das ein oder andere graue Haar reicher geworden: Dutzende Gespräche mit Bürgermeistern und Gemeinderäten, Behördengänge und vieles mehr waren da fast an der Tagesordnung. Jetzt fällt ihm ein großer Stein vom Herzen: „Es ist einfach ein gutes Gefühl, wenn man so lange auf ein Ziel hinarbeitet.“ Er bezeichnet die Baugenehmigung als „großen Meilenstein“, über den er „sehr, sehr froh“ ist.

Allerdings ist die Arbeit damit natürlich nicht getan: Jetzt geht es erst richtig los. Denn: Bevor der Herbergsbau beginnen kann, muss die Zufahrt gemacht werden. Und da gilt es noch eine bürokratische Hürde zu überspringen: Die Pläne liegen seit vier Jahren beim Straßenbauamt – „das muss jetzt zackig gehen“, sagt Popp. Gleich Montag will er sich darum kümmern, erklärt der Vereinsvorsitzende.

Dabei begann der Tag mit einer schlechten Nachricht: Vorerst gibt es nämlich keine Unterstützung der Regierung für eine Reptilienauffangstation in Neufahrn, die der Nachbar der neuen Tierherberge werden soll. Zwei entsprechende Anträge der SPD und der Freien Wähler (FW) wurden am Donnerstag im Landtag abgelehnt.

Popp ist allerdings der Überzeugung, dass die Regierung in Sachen Reptilien-Auffangstation bald einlenken werde – weil bekannt und unbestreitbar sei, wie wichtig sie ist. Er sei zuversichtlich, dass im kommenden Haushalt des Freistaats entsprechende Summen eingestellt würden. Zu den abgelehnten Anträgen sagt er: „Das klingt für mich nach der üblichen Regierungs-Watschn für die Opposition.“

Doch für ihn persönlich und für die Mitglieder des Tierschutzvereins, „ist jetzt erst mal Freude“ angesagt. Im Oktober soll es mit dem Bau losgehen – wenn die Ausschreibungen optimal laufen. Eines weiß er aber: „Jetzt sitzen wir am Hebel. Jetzt san mir dro."

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