Man sieht das künftige Bett der Moosach in der Oberen Hauptstraße. Gerade werden auf der Südseite die Trittstufen zum Bachlauf hinunter betoniert.
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Das künftige Bett der Moosach in der Oberen Hauptstraße. Gerade werden auf der Südseite (rechts im Bild) die Trittstufen zum Bachlauf hinunter betoniert.

Anfang Juli geht es am Schiedereck in den Untergrund

Moosach-Öffnung: Freisinger Innenstadt-Baustelle macht bald einen Sprung

  • Helmut Hobmaier
    VonHelmut Hobmaier
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Die Öffnung der Moosach in der Oberen Hauptstraße schreitet voran: Hinter großen Bauzäunen. Gerade befindet man sich im dritten von sechs Bauabschnitten.

Freising – Der Startschuss für die Neugestaltung der Oberen Hauptstraße mit Moosach-Öffnung fiel schon vor mehr als einem Jahr. Seit Ende Mai 2020 wurde die Obere Hauptstraße zur Sackgasse: Die Zufahrt von der Karlwirt-Kreuzung in die Altstadt ist nicht mehr möglich, Gebäude und Geschäfte sind aber fußläufig erreichbar. Radfahrer müssen im Bereich der Baustellen aus Sicherheitsgründen absteigen. Für die Sackgasse wurde eine Ausweichzufahrt von der Johannisstraße aus erstellt. Die Jägerwirtsgasse und Stieglbräugasse sind nur noch über den Oberen Graben an- und abfahrbar. Die Kochbäckergasse bleibt zunächst von den Einschränkungen ausgenommen. Für die Sackgasse wurde eine Ausweichzufahrt von der Johannisstraße erstellt.

Das Moosachgerinne

Anschließend haben im Einmündungsbereich der Sackgasse in die Obere Hauptstraße die Arbeiten begonnen. Mit schwerem Gerät wurden Spartenleitungen verlegt und die Maßnahmen für die Sicherung der Baugrube des neuen „Moosachgerinnes“ durchgeführt. Dafür wurde eine aufwendige Wasserhaltung installiert, damit das Wasser der Moosach um die Baustelle herumgeleitet werden kann. Die alltägliche Wasserführung der Moosach erfolgt jeweils in einem Rohr durch die Baustelle. Um die Baugrube vor dem Eindringen des Grundwassers zu schützen, wurden Spundwände in den Boden eingebracht. Insgesamt werden so sechs Bauabschnitte mit einer Länge von 25 bis 50 Metern gebildet. Die Arbeiten werden jetzt gerade stadteinwärts, also Richtung Osten (Hirtlederergasse), vorangetrieben.

In vier Bereichen offen

In der Baugrube selbst werden zunächst die bestehenden, sanierungsbedürftigen Ufermauern abgebrochen und durch neue Einfassungen ersetzt. Diese neuen Ufermauern werden auf Bohrpfählen gegründet. Zwischen der Hirtlederergasse und Bahnhofstraße wird die Stadtmoosach in der Oberen Hauptstraße in vier Bereichen unterschiedlicher Größe auf insgesamt 85 Metern offen gestaltet.

Momentan ist man in Höhe Buchhandlung Pustet gerade dabei, auf der Südseite der Moosachöffnung die Sitzstufen zu betonieren. Gleichzeitig werden etwa die Kanal-Hausanschlüsse in Höhe Q-Bar gelegt. Anfang Juli „springt“ die Baustelle dann zum Schiedereck, wo die Oberflächen geöffnet werden und dabei wieder größeres Gerät zum Einsatz kommt. Es ist die Stelle, wo die Moosach künftig wieder unter den Gebäuden verschwinden wird. „Ich bin gespannt, was uns dort im Untergrund erwartet“, sagt Koordinator Schulze, „weil es für diesen Bereich nur sehr wenige Unterlagen gibt.“ Bisher liegt man relativ gut im Zeitraum, größere Verzögerungen hat es nicht gegeben.

Leben kehrt in die Innenstadt zurück

„Besonders erfreulich ist, dass jetzt vor dem Hintergrund der Lockerungen wieder spürbar Leben in die Innenstadt zurückkehr“, freut sich der Koordinator – „und das trotz der Baustelle“. Man werde auch das Möglichste tun, um den Cafés und Wirtschaften möglichst große Freischankflächen zur Verfügung zu stellen. Schon jetzt aber säumten immer mehr Cafés die langgestreckte Baustelle. Dazu kamen neue Gastrobetriebe wie der Augustiner. „Schön ist’s, schön wird’s“ lautet schließlich der Slogan der Stadt. Ob er sich bewahrheitet, wird sich zeigen, wenn die „neue“ Innenstadt dann tatsächlich fertig ist.

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