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Das K&L-Schild bleibt am Gebäude: Die Filiale der Modekette an der Unteren Hauptstraße ist nicht von den Schließungen des Unternehmens betroffen.

Zukunft gesichert?

K&L schließt 14 Filialen: So geht es am Standort Freising weiter

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Das Modeunternehmen K&L schließt 14 seiner 54 Filialen. Auch in Freising wurde gezittert.

Freising – Das Mode-Unternehem K&L war 2018 in finanzielle Schieflage geraten. Im Oktober beantragte die Kette mit Hauptsitz in Weilheim ein Schutzschirmverfahren für eine Insolvenz in Eigenverwaltung. Das Gericht stimmte zu und eröffnete am 1. Januar das Insolvenzverfahren. Dabei kamen auch sämtliche Filialen auf den Prüfstand. Nun gab das Unternehmen bekannt, 14 seiner 54 Standorte in Süddeutschland zu schließen. An Freising, wo K&L seit 1981 seine Mode verkauft, ging dieser Kelch allerdings vorüber.

Freisinger Angestellte können aufatmen

„Für uns ist es ein schöner Tag“, sagte der Freisinger Filialleiter Ümit Orman dem FT. „Als ich meinen Mitarbeitern die gute Nachricht überbracht habe, ist Jubel aufgebrandet.“ Orman zeigte sich erleichtert, dass die Monate der Ungewissheit nun vorüber seien, allerdings sei er immer optimistisch gewesen, dass der Freisinger Standort erhalten werden könne. „Wir haben treue Kunden, die immer gerne zu uns kommen“, sagte er. „Außerdem haben wir unsere Ziele immer erreicht.“ Hinzu kommt, dass die 1200 Quadratmeter große K&L-Filiale an der Unteren Hauptstraße erst vor fünf Jahren aufwendig saniert und modernisiert wurde. Großes Lob spendete Orman der Belegschaft: „In der schweren Zeit haben alle an einem Strang gezogen.“

Freisings Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher freute sich ebenfalls über den Fortbestand der Filiale. „Denn sie ist eine wichtige Stütze im Branchenmix der Innenstadt“, betonte er. „Außerdem ist die Freisinger Filiale mit ihrem fast 40-jährigem Bestehen ein Traditionsgeschäft.“ Eschenbacher wünschte dem Unternehmen eine „entsprechend gute Zukunft“.

Nur die nahe Zukunft ist gesichert

Die ist bisher lediglich für das laufende Jahr gesichert. Wie das Unternehmen mitteilte, sei K&L bis Ende 2019 durchfinanziert. Als Ursache für die Probleme wurden strategische Fehler in der Vergangenheit, ein hart umkämpfter Modemarkt und das schlechte Geschäft mit der Winterkollektion im heißen Sommer 2018 genannt. Nun will sich das Unternehmen breiter aufstellen, um eine größere Käuferschicht aufzustellen, wie Christian Gerloff, Krisenmanager bei K&L, mitteilte. „Der Anteil der Eigenmarken wird reduziert, dafür Produkte anderer Hersteller aufgenommen.“ Sukzessive würden die 40 verbliebenen Filialen modernisiert.

Zugleich ist K&L auf Investorensuche. Erste Angebote lägen vor, heißt es. Mit einem Ergebnis könne in den nächsten Wochen gerechnet werden. Nach der Konsolidierung habe man „das Wachstum wieder fest im Blick“, betonte K&L-Geschäftsführer Jens Bächle. Erste positive Anzeichen gebe es bereits: „Unser Weihnachtsgeschäft ist sehr gut gelaufen.“ Allerdings: Wie lange das Insolvenzverfahren noch dauert, steht laut Anwalt Gerloff in den Sternen.

Ähnliche Nachrichten gibt es aus dem Landkreis München: Die Hubergroup schließt ihren Produktionsstandort in Kirchheim. 350 Arbeitsplätze sind davon betroffen. Die Schließung soll schrittweise innerhalb von zwei Jahren erfolgen.

Ein Kaufhaus am Viktualienmarkt stand leer. Das wird sich bald ändern - ein Schriftzug am Gebäude verkündet jetzt einen überraschenden Pächter.

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