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Künstler-Treffen: Der Verein Freisinger Mohr hat am Freitag zur Vernissage am Freitag im Alten Gefängnis geladen. 

18 Fotokünstler zeigen Werke

Begegnungen der künstlerischen Art: Neue Ausstellung im Alten Gefängnis 

Begegnungen: ein Begriff, der Freiraum für Interpretationen lässt. Dementsprechend vielfältig ist die diesjährige Fotoausstellung des Vereins Freisinger Mohr unter diesem Motto.

Freising – Begegnungen: ein Begriff, der viel Freiraum für Interpretationen lässt. Dementsprechend vielfältig ist die diesjährige Fotoausstellung des Vereins Freisinger Mohr unter diesem Motto. Bereits zum neunten Mal hat der Verein im Alten Gefängnis seine Jahresausstellung organisiert. Am Freitag lud er zur Vernissage ein.

Jeder der 18 Fotokünstler interpretiert den Begriff „Begegnungen“ unterschiedlich: Jeder hat etwas Anderes, etwas ganz Besonderes, etwas ganz Persönliches daraus gemacht. Da sind die Hunde, die Brigitte Deus-Neumann mitten im Spiel für die Ewigkeit festgehalten hat. Da sind Teenager, die voll und ganz auf ihr Smartphone fixiert sind, die Stephan Baum abgelichtet hat. Er hat hat seiner Fotografie, die ein ganz typisches Bild der Jugend von heute widerspiegelt, den Titel „neue Zeit“ gegeben: ein Name ebenso aussagekräftig wie das Foto selbst.

Doch nicht jedes Bild vermittelt seinem Betrachter auf den ersten Blick eine eindeutige Botschaft. So zum Beispiel eins der Werke von Ausstellerin Maren Haase mit dem schlichten Titel „Zeichenketten“. Auf dem Schwarz-Weiß-Foto ist eine alte Fabrikhalle zu sehen. Das Markante an der Halle: Zig schwere Eisenketten hängen von der Decke. Vor allem vor Bildern wie diesem blieben die Besucher der Vernissage länger stehen, ließen es auf sich wirken. Der Betrachter versucht nachzuvollziehen, welche Begegnung der Künstler auf dieser Momentaufnahme wohl festgehalten hat.

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Begeistert von der Vielfalt zeigte sich unter anderem Dieter Hammer, Vereinsvorsitzender des Freisinger Mohr. Er eröffnete die Ausstellung, an der er nicht nur als Vorstand, sondern auch als Künstler selbst beteiligt ist, und fasste sich dabei bewusst kurz: „Ich habe gesehen, dass bereits wunderbare Gespräche über die Kunstwerke entstanden sind.“ Und die wollte er mit seinen Worten nicht zu lange unterbrechen.

Eine Feststellung ließ er sich jedoch nicht nehmen: Jeder Fotograf habe das Thema „Begegnungen“ gänzlich anders umgesetzt: Begegnungen mit Menschen, mit Gegenständen oder mit Kunstwerken – die Gedankengänge der Künstler seien so bunt wie ihre Werke. Diese Vielfalt habe es verdient gesehen zu werden – so war es am Freitag angemessen, dass schon zur Vernissage die Kunstinteressierten so zahlreich erschienen sind, dass es in den Räumen des Alten Gefängnisses manchmal fast etwas eng zuging.

Das Ziel des Freisinger Mohr wurde somit heuer erneut erreicht: Seit 1955 ist es die Vision des Vereins, die regionale Kunst zu fördern und unters Volk zu bringen.

Zu sehen ist die Ausstellung noch bis Sonntag, 24. Februar im Alten Gefängnis. Der Eintritt ist – auch daran hat sich nichts geändert – wieder frei.

Die Künstler

Hugo Regotta, Maren Haase, Brigitte Deus-Neumann, Lars Herrmann, Jürgen Lechner, Andre Harney, Roland Herr, Thomas Strasser, Oliver Fagerer, Stefan Jahnel, Christel Schura, Barbara Birke, Dietmar Knoppik, Stephan Baum, Werner Wiesmeier, Babette Brühl, Sabine Klern, Dieter Hammer und Volker Brockhaus zeigen ihre Werke im Alten Gefängnis.

Pascale Fuchs

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