Polizisten mit Laserpistole
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Eine chronische Rennstrecke für Motorradfahrer ist die FS 8 im Wippenhauser Forst. Am Mittwoch aber herrschte kein Biker-Wetter. Es gab nur einen Verstoß.

Spitzenreiter bretterte mit 139 Sachen über die Nordostumfahrung

Beim Freisinger „Blitzer-Marathon“ wurden 42 Schnellfahrer „gelasert“

  • Helmut Hobmaier
    vonHelmut Hobmaier
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Am Mittwoch schoss die Polizei - allerdings nur mit der Laserpistole. Getroffen wurden 42 Schnellfahrer, manche davon ziemlich schwer...

Landkreis - Eigentlich ist der Begriff „Blitzer-Marathon“ irreführend. Am Aktionstag der Polizei am Mittwoch wurde nämlich gar nicht geblitzt. Den potenziellen Rasern wurde vielmehr mittels Handlaserpistole nachgestellt. Die Ausbeute im Landkreis Freising: 42 Schnellfahrer wurden erwischt, davon zwei echte Raser: Auf der Nordostumgehung Freisings bretterte der Fahrer eines VW Polo mit 139 Sachen über die neue Piste (erlaubt sind 80). Und eine Messstelle der Neufahrner Polizei passierte ein Autofahrer mit 112 Stundenkilometern und war damit um 52 zu schnell. Und noch ein eiliger Fahrer verlor seinen Schein. Alle drei haben also am Mittwoch ihre Karriere als Autofahrer vorerst beendet.

Zum Bußgeld gab es noch gratis eine Belehrung

Die Freisinger Polizei hatte Messstellen an der Nordostumfahrung (elf Verstöße), an der B 13 bei Pelka (13 Beanstandungen) sowie im Wippenhauser Forst und eine Nachtmessstelle bei Haag (jeweils ein Verstoß). Die Polizeiinspektion Moosburg musste sechs Schnellfahrer herauswinken und im Bereich der PI Neufahrn wurden zehn Fahrer erwischt, die zu flott dran waren. Alle wurden angehalten und bekamen neben ihrem Bußgeldbescheid eine Belehrung. Fast alle hätten sich einsichtig gezeigt, berichten die Inspektionen. Ausgerechnet am Blitzertag an einer auch noch angekündigten Messstelle erwischt zu werden, sei ja auch kein Ruhmesblatt.

Polizei: „Wir wollen Autofahrer nicht abzocken“

Beim Aktionstag gehe es der Polizei wie bei allen Geschwindigkeitsmessungen „nicht darum, Autofahrer abzuzocken, sondern um Präsenz zu zeigen“, wie Josef Demmel, Verkehrsexperte der PI Freising, betont. Und das vor allem an den neuralgischen Gefahrenpunkten. Wo man stete Präsenz zeige, werde weniger schnell gefahren, das zeige die langjährige Erfahrung der Polizei. So sei es bereits an vielen Stellen gelungen, die Unfallhäufigkeit zu senken, berichtet Demmel. Wird nun mehr oder weniger gerast als früher? Demmel: „Da ändert sich nicht viel. Man kann davon ausgehen, dass sich etwa 85 Prozent der Autofahrer an die vorgeschriebene Geschwindigkeit halten“.

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