Für die Frühförderstelle der Lebenshilfe

Benefizaktion: Freisinger (25) radelt 550 Kilometer in 24 Stunden

Freising - Mit dem Radl ist Manuel Huber 550 Kilometer von Passau nach Budapest geradelt – in 24 Stunden reiner Fahrtzeit, ohne große Pausen und ohne Schlaf. Hintergrund der Aktion: Der 25-jährige Benefiz-Sportler will Spendengelder für die Frühförderstelle der Lebenshilfe sammeln.

Bereits im vergangenen Jahr war Manuel Huber (25) für die Lebenshilfe Freising unterwegs. In sechs Tagen wanderte er die 250 Kilometer von Freising zum Bodensee. Über 4000 Euro hat er für Sportgeräte für erwachsene Menschen mit Behinderung gesammelt. „Mich reizen Extreme. Über Grenzen gehen, die man sich unbewusst selber gesteckt hat“, sagt der Sportler. Aber irgendwann wolle man mehr machen mit seinen Touren, ihnen einen Zweck geben, der auch anderen Menschen hilft. Heuer hat er sich Budapest zum Ziel gesetzt. Mit dem Radl wollte er entlang der Donau fahren. Ende Juni stiegen Manuel Huber und sein Freund Christian Huber aufs Bike, um für die neuen Therapiegeräte in der Frühförderung der Lebenshilfe Freising Geld zu sammeln. Unterstützung fand das Duo in den Sponsoren Texins e.V., der Betriebssportgruppe von Texas Instruments in Freising, und in UPS in Allershausen. Das Logistikunternehmen mietete das Begleitfahrzeug, das die Radler an festgelegten Treffpunkten erwartete und nach Bedarf mit Nahrung und Ausrüstung versorgte.

Nach dem Start im regnerischen Passau wurde es immer sonniger in Österreich. Nudeln zum Abendessen gab es im Abendrot in der Wachau im Angesicht des Barockklosters Melk. Eher trostlos war die Pizza an einer Tankstelle bei Tulln um 0.30 Uhr. „Die Nachtfahrt nach und in Wien war wirklich eine krasse Erfahrung. Wir haben uns mehrfach verfahren. Die Handgelenke, Achillessehnen, der Hintern, eigentlich alles hat extrem weh getan“, berichtete Manuel Huber. Die beiden Radler waren kurz davor, aufzugeben. „Zum Glück war der Christian dabei, sonst hätte ich es vielleicht nicht geschafft. Wir nehmen alles immer humorvoll, das hat uns auch dieses Mal geholfen.“

Nach der kalten Nacht erwartete die Radler ein heißer Tag durch Bratislava und verschlafene Dörfchen an der Donau in der Slowakei und Ungarn. Arg geschlaucht durch die unwegsame Strecke einigte man sich, dass das Erreichen des Budapester Ortsschilds glücklicher Endpunkt der Marathonfahrt sein sollte.

Nun hoffen die Sportler und die Lebenshilfe auch nach der Tour auf Spenden. „Um ausreichend Geld für neue Therapiegeräte zu sammeln, brauchen wir noch etwas, denn die sind sehr teuer“, sagt Christine Gediga von der Lebenshilfe. Wenn genügend Geld zusammenkommt, sollen Trainingsgeräte zur Körperkontrolle und für Gleichgewichtsübungen für die Kinder in der Frühförderung Freising angeschafft werden.

Spendenkonto

Wer die Aktion unterstützen möchte, kann auf das Spendenkonto IBAN DE05 7005 1003 0000 0181 01, Verwendungszweck Tritt für Tritt, Huber, spenden.

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