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Im stimmungsvollen Ambiente las Stefan König in der DAV-Kletterhalle aus seinem Krimi „Stumme Rache“.

Bergkrimiabend in der DAV-Kletterhalle

Gefährliche Steilwände, seelische Abgründe

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Freising – Beim Alpenverein Freising schließen sich Sport und Kultur nicht aus. Im Gegenteil: In regelmäßigen Veranstaltungen im Kletterzentrum finden diese beiden Seiten wunderbar zusammen, wie der musikalische Bergkrimiabend jüngst eindrucksvoll bewies. Stefan König, ein renommierter Alpinhistoriker und Schriftsteller, war gekommen, und las aus seinem neuesten Krimi „Stumme Rache“. 

Der gebürtige Münchner Stefan König kennt die Berge auch als Alpinist und auch Filmemacher. Mit seinen Krimis „Schattenwand“, „Kalter Fels“ und „Gletscherkalt“ sorgte er bereits für großes Aufsehen. Er liefert seit einem guten Jahrzehnt den Fans von Krimis und Alpinismus spannenden Lesestoff.

König verstand es auch an diesem Abend, Spannung ohne Plattheiten zu erzeugen und überzeugte die Klettergemeinde dank seiner fundierten Kenntnisse im Bergsteigen mit großer Authentizität. Dazu kommt seine besondere sprachliche Qualität, mit der er dichte Atmosphären und starke Stimmungen zu erzeugen vermochte. Im Bistro der Kletterhalle ließ er seinen Protagonisten, Tobs Thanner, einen sympathischen, aber wenig erfolgreichen Detektiv, in ein tragisches Geflecht aus Liebe, Verrat, Eifersucht und persönlicher Bedrohung klettern. Und Thanner wurde einmal mehr, nicht nur mit den Steilwänden der Berge, sondern auch den Abgründen der Seele konfrontiert.

Den Zuhörern wurde schon nach ein paar Zeilen klar, warum sich Stefan König im dichten Dschungel der lokalen Krimis mit seiner großen Breite des Anspruchs, wohltuend einen Platz im Qualitätssegment gesichert hat. Einen großen Anteil an diesem Abend hatte Andi Wenners Jazzformation „Riserva 17“, mit der starken Stimme von Anja Reja, die auf jede Szene eine passende musikalische Antwort hatte.

Beim anschließenden gemeinsamen Stirnlampenklettern in der dunklen Halle durfte sich die Klettergemeinde weiter gruseln und schlussendlich dem Sport doch noch seinen Platz geben.

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