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Den alten Berufen auf der Spur: Ralf Grabuschnig führt die Ehrenamtlichen durch die Stadtgeschichte.

Besondere Führungen am Tag des Ehrenamts

Vom Henker zum Türmer

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Manche nehmen ihn nur als kurze Notiz wahr, für viele jedoch ist dieser Tag etwas Besonderes: der Internationale Tag des Ehrenamts.

Freising Für den Treffpunkt Ehrenamt der Stadt und seine Leiterin Johanna Sticksel war der Ehrenamtstag auch heuer wieder Anlass, ehrenamtlich aktiven Freisingern mit einem schönen Nachmittag für ihr Engagement zu danken – stellvertretend für all die Menschen, die sich in der Domstadt aus voller Überzeugung für andere einsetzen.

Diesmal hat sich der Treffpunkt Ehrenamt etwas ganz Besonderes ausgedacht für seine Gäste: zwei verschiedene Stadtführungen in der eigenen Stadt. Ralf Grabuschnig führte eine Gruppe unter dem Motto „Vom Henker zum Türmer“ zu Orten, an denen längst vergessene Berufe wieder sichtbar werden: an die Moosach am Wörth, wo die Müller einst ihr Dasein außerhalb der Stadtgrenze fristeten, zum Hinterhof des Asamgebäudes, wo der Bader seinem manchmal zwielichtigen Geschäft nachging, oder zum Alten Gefängnis, wo der Henker tätig war.

Die Führung von Dr. Myriam Wagner-Heisig widmete sich dem Thema „Krummstab ade – Krone juche“ und beleuchtete den Übergang Freisings vom Hochstift in das Königsreich Bayern. Die Teilnehmer staunten über unbekannte Details und Anekdoten – wer wusste etwa, dass die königlichen Bräute immer in Freising Zwischenstation machten, bevor sie in München unter die Haube kamen?

Am Ende trafen sich die Gäste im Restaurant Viva Vita. Bei heißer Suppe und einem reichhaltigen Büffet wurde nach dem Aufwärmen geredet, gelacht und fröhlich gefeiert. Ein besonderer Glückwunsch von Stadträtin Waltraud Heinlein-Zischgl, Referentin für soziale Angelegenheiten, ging im Namen der Stadt an Carina Wüst vom Technischen Hilfswerk Freising, die gerade mit dem Ehrenamtsnachweis ausgezeichnet worden war. Treffpunkt-Ehrenamt-Leiterin Johanna Sticksel freute sich sehr, Alexandra Schupp begrüßen zu können: Sie ist frisch gebackene Trägerin des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für ihr großartiges Engagement im Bereich der Musik.

Ein herzliches Resümee des Nachmittags zog einer der jüngsten Gäste, eine Mentorin aus dem Projekt „Balu und Du“, die sich um ein Grundschulkind kümmert: „Alles nette und lustige Leute im Ehrenamt!“ 

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