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Er hat fast 500 Bilder und Videos mit kinderpornografischen Inhalten gesammelt. Jetzt stand der Freisinger (58) vor Gericht.

Prozess

Kinderporno-Sammler: Freisinger mit fast 500 Bildern und Videos erwischt

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Er hat fast 500 Bilder und Videos mit kinderpornografischen Inhalten gesammelt. Jetzt stand der Freisinger (58) vor Gericht.

Freising – Eine immense Menge an kinderpornografischen Dateien soll ein Freisinger auf mehreren Laptops und Datenträgern gespeichert haben: Wegen des mutmaßlichen Besitzes von 467 Bildern und zwölf Videos musste sich der 58-Jährige nun vor dem Freisinger Amtsgericht verantworten.

Kripo: Angeklagter war „kooperativ“

Zugute hielten sowohl die Staatsanwältin als auch Richterin Tanja Weihönig dem Mann, dass er bereits zu Beginn der Verhandlung ein umfassendes Geständnis ablegte. Schon bei der Vernehmung durch die Polizei sei der Angeklagte kooperativ gewesen, berichtete der als Zeuge geladene Kriminalpolizeiobermeister, der die Ermittlungen des Bundeskriminalamts fortgeführt hatte. Über die IP-Adresse sei der Freisinger gefunden worden. „Bei der Durchsuchung seiner Wohnung ist umfangreiches Material sichergestellt worden“, sagte der Beamte aus.

Richterin sieht strafmildernde Aspekte

Zwei Aspekte wirkten sich laut Richterin Weihönig für den Angeklagten positiv auf das Urteil aus. Erstens, dass die Geräte mit den kinderpornografischen Dateien bereits seit über zwei Jahren nicht mehr in Benutzung waren. Und zweitens, dass der Angeklagte bislang noch nicht straffällig geworden war. Zu Lasten legte sie dem Freisinger allerdings die Menge von 479 Dateien in seinem Besitz.

Verurteilter muss in Sexualberatung

Die Richterin verurteilte den 58-Jährigen zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten auf Bewährung. Aufgrund der Menge der Dateien sei eine Geldstrafe nicht ausreichend. Außerdem ist das Urteil an die Auflage geknüpft, fünf Gespräche in einer Sexualberatungsstelle zu führen. Mit eindringlichen Worten wandte sich Weihönig noch einmal an den Freisinger: „Solange es einen Markt gibt, werden solche Bilder hergestellt“, sagte die Richterin. „Das Anschauen tut diesen Kindern nicht weh. Aber die Herstellung ist eine Katastrophe.“

„Machetenmann“: Blutige Attacke führt zu spektakulärem Prozess vor dem Amtsgericht Freising.

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