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Zum Bewahrer Freisinger Geschichte ist Klaus Bichlmeier (l.) avanciert. In seinen neuesten Filmen verquickt er Szenen mit alten Fotos und Fundstücken aus der Domstadt.

Drei Vorführungen am Wochenende

Bichlmeier stellt neuen Film vor: „Heimat Freising“ auf der Leinwand

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Mit seinem Film „Zeitreise“ hat er ein wichtiges Werk über die Geschichte Freisings geschaffen, das viele Menschen gesehen haben. Jetzt hat sich Filmemacher Klaus Bichlmeier einem neuen Projekt gewidmet, das am 14. und 15. April im Pfarrsaal des St.-Georghauses zu sehen sein wird: „Heimat Freising“.

Freising – Zehn Kurzfilme hat Bichlmeier dieses Mal gedreht, jeweils ungefähr zehn Minuten lang. Darin nimmt sich der Filmemacher verschiedener Themen an, verquickt alte Fotos mit aktuellen Stadtansichten, zitiert aus Interviews und erzählt auch selbst viele interessante Dinge. Und Bichlmeier stellt Szenen nach, was ihm beim Dreh manch verwunderte Blicke und Gelächter von Passanten eingebracht habe, wie er berichtet.

Themen sind zum Beispiel der Roider Jakl oder „100 Jahre Kino in Freising“. Behandelt werden die Bierkultur in Freising ebenso wie die Frage, wie der Märchenkönig denn nun wirklich starb. Aber es geht auch darum, wie 1954 das Fernsehen in die Freisinger Wohnstuben kam.

Zwei Filme hat Bichlmeier am Mittwoch schon einmal der Presse vorgeführt: den über den Bürgerturm, ein Juwel der mittelalterlichen Historie Freisings, bei dem der Betreuer des Denkmals, Martin Maier, zu Wort kommt, und den über Hygiene- und Badekultur in Freising – ein Werk, das Bichlmeier selbst als „Freisinger Scheißhäuslfilm“ bezeichnet. Über jene Zeit also, als es weder Kanalisation noch moderne Wasserversorgung gab, als über der Moosach an den Häusern noch Holzaborte angebracht waren, als Flüsse die „Müllabfuhr des Mittelalters“ waren, als wegen mangelnder Hygiene auch in Freising die Cholera wütete.

Zwei Stunden wird die Veranstaltung „Heimat Freising“ mit den zehn kurzen Filmbeiträgen dauern – Pause inklusive. Doch selbst in der Pause können sich die Besucher mit der Freisinger Historie beschäftigen. Denn im St.- Georgssaal wird es eine Fotoausstellung geben, die mit alten Fotos, Texten und neuen Stadtansichten viele der Themen darstellt, die auch in den Filmen vorkommen. Manche Aufnahmen – beispielsweise vom Papstbesuch – kennt man, die meisten ausgestellten Bilder und Skizzen dürften unbekannt sein, beispielsweise ein von Bichlmeier selbst gemaltes Bild von Freising vor 1000 Jahren.

Außerdem hatte Bichlmeier die Bürger aufgefordert, ihr Lieblingsbild einzureichen. Zehn dieser Fotos werden nun kurz vor der Pause auf der Leinwand gezeigt, das Publikum ist dann aufgefordert, das Lieblingsbild zu wählen.

Bei einem Eintrittspreis von zehn Euro wird das Projekt „Heimat Freising“ am kommenden Wochenende drei Mal gezeigt: am Samstag, 14. April, um 20 Uhr, und am Sonntag, 15. April, um 14 und 17 Uhr. Karten im Vorverkauf gibt es in der Tourist-Info am Rindermarkt.

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