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O’zapft is: Thomas Becker (Mitte) zapfte den eigens für sein zehnjähriges Jubiläum als WZW-Dekan gebrauten Josephibock an. Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher (2. v. r.) und die Hopfen-Königinnen jubelten.

Bierseliges Gaudium für guten Zweck

Bierig und bärig: So feiert Freising den „Tag des Bieres“ auf dem Marienplatz

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Die Bierstadt Freising hat sich am Donnerstag selbst gefeiert: Zahlreiche Besucher kamen zum „Tag des Bieres“ auf den Marienplatz - und tranken für einen guten Zweck.

Freising – Die Bierstadt Freising hat sich am Donnerstag selbst gefeiert. Wie alle Jahre hat man den Erlass des Bayerischen Reinheitsgebots am 23. April 1516 mit dem „Tag des Bieres“ auf dem Marienplatz begangen und das bierselige Gaudium mit einem guten Zweck verbunden. Anders als in manch einem Jahr zuvor spielte auch das Wetter mit und sorgte für durstige Kehlen bei den zahlreichen Besuchern.

Hoch zu Ross und in historisches Gewand gehüllt, ritt der Herold ein und verlas dem Volke die älteste bis heute gültige Lebensmittelbestimmung der Welt. Anders ausgedrückt: Alexander Nadler auf einem Kaltblüter der Familie Stör namens „Janni“ verkündete das Reinheitsgebot, das aus einer Zeit stammt, als die Maß noch einen Pfennig kosten durfte. Danach ging es zur Sache: Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher begrüßte die Gäste. Er betonte, dass sich die Bierpreise seit 1516 doch ein wenig verändert hätten und zapfte das erste Fass mit vier Schlägen und ganz wenig Spritzern an.

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Dann gab es noch einen ganz besonderen Gerstensaft, der aus einem Zapfhahn sprudelte: den Josephibock, den der Dekan des Wissenschaftszentrums Freising, Thomas Becker, anlässlich seines zehnjährigen Jubiläums als WZW-Dekan an der Forschungsbrauerei der TUM eingebraut hatte. 17 Prozent Stammwürze, sieben Prozent Alkohol. „Der wirkt“, versprach Becker den Besuchern auf dem Marienplatz.

Bayerisches Lebensgefühl vom Feinsten: Die Freisinger Stadtkapelle spielte für die zahlreichen Gäste auf dem Marienplatz auf.

Im Anschluss war Gaudium und bayerisches Lebensgefühl im Herzen der Domstadt angesagt: Erst spielte die Stadtkapelle Freising zünftig auf, danach übernahmen Berni & Konsorten das musikalische Zepter. Das Maßkrugschieben der Studentenverbindungen gehörte heuer wieder zum Programm, ebenso wie das beliebte und unterhaltsame Fasslrollen, bei dem Kondition genauso gefragt war wie Koordination und eine gute Portion Humor. Die Freisinger Hobbyköche waren vor Ort. Sie spenden den Erlös – wie die Staatsbrauerei Weihenstephan und das Hofbrauhaus Freising – wieder einem guten Zweck: heuer als Dank für den Einsatz im Kampf gegen die Schneemassen im Oberland der Freiwilligen Feuerwehr, dem Freisinger THW und dem BRK Freising.

Mit von der Partie waren auch die Arbeitsgemeinschaft Freisinger Wirte und Hopfenhoheiten aus der Hallertau, die der Veranstaltung königlichen Glanz verliehen: Hopfenkönigin Katharina Maier und Bierkönigin Simone Schwaiger. Dann war da noch ein kleiner Stand, der es sogar wagte, vor dem offiziellen Anstich um 16 Uhr schon Bier auszugeben: die Lerchenfelder Brauerei Isar-Kindl. Und wie schon seit der ersten Auflage des „Tag des Bieres“ im Jahr 2011 immer und auch diesmal dabei: der Freisinger Bär. Es war ein bieriger und bäriger Tag.

Wer nicht nur Durst auf Bier, sondern auch auf Wissen hatte, der hatte sich schon eine Stunde vor Beginn der bierseligen Veranstaltung eingefunden, um die Sonderführung „Auf den Spuren alter Freisinger Braustätten“ zu erleben. Denn schließlich gibt es einiges zu berichten und zu erfahren über Freisings lange Tradition als Bierstadt.

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