Blitzer-Bilanz: Wenig Raser und einige Unbelehrbare

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Landkreis - Der Blitzmarathon im April ist Geschichte – und die Bilanz kann sich sehen lassen. Und obwohl die meisten wussten, was auf sie zukommt, tappten sie trotzdem in die Radarfallen.

Das Polizeipräsidium Oberbayern Nord ist zufrieden. Bei rund 18 000 Geschwindigkeitskontrollen im Einsatzgebiet gab es 697 Autofahrer, die gegen die Vorschriften verstoßen haben. Das entspricht 3,85 Prozent aller überprüften Verkehrsteilnehmer. In der Pressemitteilung heißt es: „Dies belegt, dass die meisten Verkehrsteilnehmer sehr bewusst auf die Einhaltung der Geschwindigkeit geachtet haben.“ Am Flughafen schnappte die Radarfalle beim traurigen Spitzenreiter der Region zu: Statt der erlaubten 80 km/h auf der Zentralallee wurden bei einem Pkw 135 km/h gemessen. Bei der Kontrolle zeigte er sich auch noch uneinsichtig.

In Freising selbst waren die Fahrer größtenteils vorbildlich – nur vier Geschwindigkeitsüberschreitungen verzeichnete die PI der Domstadt. Drei davon waren im geringen Bereich, einer hatte aber den Bleifuß: 101 km/h wurden bei ihm in einer 60er-Zone gemessen. Den Fahrer erwarten jetzt zwei Punkte in Flensburg, 110 Euro Strafe und ein einmonatiges Fahrverbot.

Vier zweistündige Geschwindigkeitsmessungen mit der Laserpistole nahm die PI Neufahrn in Eching, Fahrenzhausen und Hallbergmoos vor. Dabei wurden acht Autofahrer beanstandet, die das Tempolimit überschritten. Spitzenreiter war einer, der mit 91 km/h auf der mit 60 km/h begrenzten Ortsverbindungsstraße (vormals St 2053) zwischen Fischerhäuser und Hallbergmoos gemessen wurde. Ihn erwarten 80 Euro Geldbuße und ein Flensburg-Punkt.

Im Bereich der PI Moosburg waren 17 Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs. Zehn davon kamen noch mit einem blauen Auge und 35 Euro Strafe davon. Sieben Pkw-Fahrer müssen aber mit einer Anzeige rechnen – ein bis zwei Punkte und zwischen 70 und 160 Euro lauten die Strafen. Der negative Spitzenreiter war 43 km/h zu schnell. Er war auf der B 301 im 70er-Bereich mit 103 km/h erwischt worden. Nach Abzug der Messtoleranz kam er gerade noch ohne Fahrverbot davon. Übrigens: Wie die PI Moosburg mitteilt, hatten alle Raser von der Aktion gewusst – und waren trotzdem zu schnell unterwegs. Ebenfalls stellte die PI fest, dass ohne Ankündigung an den Standorten mehr Geschwindigkeitsüberschreitungen zu messen sind.

Rubriklistenbild: © dpa

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