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Ein 700 Meter langes Stück zwischen Rotkreuzgraben und Mittlerem-Isar-Kanal ist besonders betroffen.

Jetzt ist zügiges Handeln gefragt

Borkenkäfer: Alarmstufe Rot im Landkreis

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Buchdrucker und Kupferstecher, landläufig bekannt als Borkenkäfer, bereiten den Waldbesitzern regelmäßig Kummer. Am Isarkanal bei Moosburg treten die Plagegeister aktuell derart massiv auf, dass die Uniper-Werke zum Handeln gezwungen sind. Auch im übrigen Landkreis ist die Lage angespannt.

Moosburg/Landkreis – Die derzeitigen Witterungsverhältnisse – Wärme und Trockenheit – sind geradezu paradiesisch für Buchdrucker und Kupferstecher. Sprich: Es ist wieder Borkenkäferzeit und die Populationen vermehren sich rasend schnell. Die Schädlinge finden in hiesigen Waldbeständen dabei gewissermaßen einen gedeckten Tisch vor und tun sich an den Bäumen gütlich.

Am Kanalufer werden ab heute befallene Bäume entnommen.

Zwischen Rotkreuzgraben und Mittlerem-Isar-Kanal in Moosburg sind die Aktivitäten den Uniper-Werken zufolge gar so stark, dass Fällungen unumgänglich sind. Ab heute werden entsprechend die Kettensägen aufheulen und geschädigte Bäume aus einem etwa 700 Meter langen Teilstück entnommen. Der Abtransport wiederum soll Anfang nächster Woche abgeschlossen sein. Eine Kontrolle, die der amtliche Revierförster mit einem von Uniper beauftragten Förster in der Pfingstwoche durchgeführt hatte, habe dringenden Handlungsbedarf aufgezeigt, lässt Uniper-Sprecher Theodoros Reumschüssel wissen.

Klein und gemein: Der Borkenkäfer richtet regelmäßig großen Schaden an.

Tatsächlich, betont Josef Denk, Vorsitzender der Freisinger Waldbesitzervereinigung, sei die Lage im Landkreis flächendeckend ernsthaft besorgniserregend. „Ich würde mal sagen, es herrscht höchste Alarmstufe“, warnt Denk. „Wir müssen jetzt hundertprozentig dahinter sein und wöchentlich kontrollieren“, mahnt der Vorsitzende. Nur so könne eine explosionsartige Vermehrung mit daraus resultierenden drastischen Schäden vereitelt werden. Es gelte nun, eine konzertierte Aktion zu starten und die Käfer samt Bäumen aus den Wäldern zu bekommen, bevor sie ihre Bruten ablegen können.

Ebenfalls in Sorge ist der Freisinger Forstbetriebschef Alfred Fuchs. „Alle Indizien deuten auf Gefahr hin“, so Fuchs. Wenngleich im Staatswald bislang noch wenig Borkenkäfer-Befall festgestellt worden sei. Dennoch: „Ich bin erfahren genug, um zu wissen, dass sich das rasant ändern kann“, sagt der Experte. Zumal die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft einen hohen Bestand bestätigt habe und die Käferdichte im vergangenen Jahr extrem gewesen sei. Fuchs: „Und die sind gut durch den Winter gekommen.“ Das heißt konkret: Die Plage wird todsicher kommen. Die Frage sei nur, wie heftig. Das lasse sich nämlich schwer prophezeien. Die letzten Regenfälle hätten den Bäumen aber zumindest eine kleine „Verschnaufpause“ verschafft.

ah

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