Das Bild  zeigt die Visualisierung der Planungen für das „Neustifter Feld“.
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Als völlig überdimensioniert empfinden viele Bürger die Planungen für das „Neustifter Feld“, die die Initiatoren des Bündnisses „Lebenswertes Neustift“ auf diese Weise visualisiert haben.

Neustifter Feld in Freising: 700 Bürger lehnen Planung ab

Breite Front gegen massive Bebauung

  • Andreas Beschorner
    VonAndreas Beschorner
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Rund 700 Bürger sind es inzwischen, die sich der ablehnenden Stellungnahme zur Bebauungsstudie des „Neustifter Feldes“ angeschlossen haben.

Freising – Für die Initiatoren des Bündnisses „Lebenswertes Neustift“ ist die Resonanz ein klares Zeichen, dass die überwiegende Mehrheit der Neustifter Bürger das geplante Vorhaben in der vorgeschlagenen Form ablehnt. In einem Zwischenbericht schildert das Bündnis den Stand der Dinge, hofft auf konstruktive Gespräche mit der Stadt und auf ein Einlenken der Räte.

Die Zielsetzung

Ziel der Stellungnahme und der laufenden Gespräche sei es, eine umgebungsverträgliche Bebauung zu erreichen, die Verkehrsbelastung in Neustift nicht noch weiter zu erhöhen und eine faire Einbindung der Neustifter Bürger in die Planungen sicherzustellen (wir berichteten). Rund 180 neue Wohnungen mit bis zu 1800 Verkehrsbewegungen/Tag zusätzlich seien zu viel. Und weil die Stadt bislang dem Wunsch der Neustifter zur Veröffentlichung einer realistischen 3D-Visualisierung nicht nachgekommen sei, hat man nun versucht, eine Visualisierung der Planungen zu erstellen (https://drive.google.com/drive/folders/12Ddu38XS9elAbgfEhjhg8oy1SO_lfMDm?usp=sharing).

Die Kontaktaufnahme

In den letzten Wochen habe man bereits erste Kontakte mit Vertretern des Stadtrats aufgenommen, sei dabei auf unterschiedliche Resonanz gestoßen, schildert das Bündnis: „Wir bedanken uns ausdrücklich bei denjenigen Stadträtinnen und Stadträten und Stadtratsfraktionen, die sich bereits die Sorgen der Anwohner telefonisch oder vor Ort angehört haben oder bereits entsprechende Anträge im Stadtrat gestellt haben.“ Gemeint sind damit die Grünen, die nun beantragt hätten, die Planung nicht unter reduzierter Öffentlichkeitsbeteiligung in einem beschleunigten Verfahren „durchzupeitschen, sondern in einem fairen, regulären Aufstellungsverfahren“. Auch die SPD habe sich kürzlich bei einem Ortstermin Zeit genommen, um die Anliegen der Neustifter anzuhören und sich ein Bild von der Situation vor Ort zu machen. „Auch in diesem Gespräch wurde deutlich, dass die Planung in der vorliegenden Form kaum vorstellbar ist“, so das Fazit des Bündnisses. Und weiter: „Wir laden alle Stadtratsfraktionen gerne ein, das Gespräch mit den Anwohnern zu suchen und sich ein Bild von der Situation vor Ort zu machen.“

Das erste Gespräch

Jetzt habe ein erstes Gespräch mit Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher und dem Planungsreferat der Stadt stattgefunden. Ziel des Gesprächs sei es gewesen, so hieß es in dem vorab veröffentlichten Zwischenbericht, dass die Stadt aufgrund der weitgehenden Ablehnung der derzeitigen Planung eine veränderte Planung vorlegt und diese mit den Neustifter Bürgern diskutiert, und das Aufstellungsverfahren in einem fairen, regulären (nicht beschleunigten!) Aufstellungsverfahren umsetzt. Eine Behandlung des Vorhabens im Planungsausschuss am Mittwoch, 28. Juli, 14 Uhr, sei wahrscheinlich. An der Sitzung sollten „möglichst viele Neustifter teilnehmen, um die Bedeutung der Planung für die Zukunft Neustifts zu dokumentieren“, so lautet der eindringliche Appell. „Denn die hier errichteten Gebäude werden den Charakter Neustifts mindestens für die kommenden 75 Jahre prägen!“

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