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BRK-Chef Albert Söhl kann mit Spenden der Leser in vielen Fällen helfen.

Das BRK ist an allen sozialen Fronten im Einsatz

Jeden Tag mit bitterer Armut konfrontiert

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„Mehr denn je ist das BRK Freising von Spenden aus der Bevölkerung abhängig, weil immer mehr Zuschüsse wegbrechen. Deswegen sind wir dem FT dankbar, dass wir durch ,Menschen in Not‘ unterstützt werden.“ BRK-Kreisgeschäftsführer Albert Söhl weiß, wie notwendig er das Geld braucht: Denn viele seiner Schützlinge leben am Existenzminimum.

Freising – „Immer öfter gibt es bei uns im Landkreis Menschen, die kaum ihren Alltag finanzieren können“, weiß BRK-Kreisgeschäftsführer Albert Söhl. So kämpfen beispielsweise auch junge Familien im Landkreis um ihre Existenz – wie in folgendem Fall: Ein Ehepaar mit Kind, hat ein so schmales Einkommen, dass das Geld für die täglichen Dinge des Alltags aufgebraucht wurde. „Mit Geld aus der Aktion Menschen-in-Not wurde zum Beispiel bei Zuzahlungen zu Arztrechnungen geholfen.“ Ausnahmsweise, wie Albert Söhl betont: „Denn ansonstenen helfen wir nur mit Sachleistungen.“

Und er schildert einen weiteren Fall, in dem mit Geld aus dem FT-Spendentopf effektiv geholfen werden konnte: Eine 56-jährige Krebspatientin ist durch ihre schwere Krankheit seit Jahren gehandicapt. Die Frau bezieht nur ein schmale Rente, und die reicht kaum zu Leben. Denn die Frau hat auch noch hohe Behandlungskosten zu schultern. In diesem Fall hilft das Rote Kreuz mit Dingen für das tägliche Leben – bezahlt mit den Spenden der FT-Leser.

Albert Söhl ist als Chef des BRK-Kreisverbands täglich mit sozialer Not konfrontiert. Immer mehr Bedürftige klopfen an, immer mehr Fälle gibt es zu bewerten und abzugleichen: „Wir arbeiten auch unterstützend mit dem Landratsamt zusammen, das jeden Fall, für den wir Spendengelder hergeben, prüft.“ Und: „Die Verwendung der Spendengelder geht auch über meinen Schreibtisch“, betont Söhl: „Ich helfe jedem, aber ich prüfe auch jeden einzelnen Fall bis ins Detail.“

Der Kreisgeschäftsführer weiß, dass es für das Rote Kreuz immer schwieriger wird, das Hilfsspektrum abzudecken. Denn die allgemeinen Kosten nehmen ständig zu. Entlastung sei dabei nicht in Sicht: „Vor allem bekommen wir in unserer Region mit Vollbeschäftigung keine Mitarbeiter aus dem Pool des Bundesfreiwilligendiensts, die sogenannten Bufdies. Die würden aus Bundesmitteln finanziert und so unseren Etat schonen.“ Ohne diese Helfer auszukommen, bedeute für viele BRK-Abteilungen Mehrkosten – etwa im Bereich der Einkaufsdienste oder auch der Fahrten für Menschen mit Behinderung: „Ohne Bufdies müssen Halbtagsstellen installiert werden. Und die gibt’s nicht umsonst.“

Das soziale Aufgabenspektrum und damit der Kostenaufwand des BRK-Kreisverbands steige ohnehin permanent: „Das reicht vom Unterhalt der Kleiderkammer bis hin zur Seniorenbetreuung in den Einrichtungen unter BRK-Trägerschaft.“ Die finanzielle Basis für diese BRK-Arbeit bilden die Mitgliedsbeiträge. Aber für die Soforthilfe zur Unterstützung Notleidender seien die Spenden der FT-Leser unverzichtbar: „,Menschen in Not‘ ist einfach ein Partner, auf den wir zählen können“, betont Söhl.

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