Nandlstädter verteidigt Mitarbeiterin

Alles nur Kampagne? Büroleiterin von Abgeordnetem Huber (AfD) im Zwielicht

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Beschäftigt der Freisinger AfD-Abgeordnete Johannes Huber eine Rechtsextreme in seinem Büro in Berlin? Nach Recherechen der Zeit: ja. Der wittert eine Kampagne gegen sich und seine Partei.

Freising – Nach Recherchen der Zeitung „Die Zeit“ arbeiten für die AfD im Bundestag mindestens 27 Personen, die einen rechtsradikalen Hintergrund haben oder mit Menschen in diesem Spektrum offen sympathisieren, darunter auch Hubers Büroleiterin Linn Deborah Kuppitz. 

Laut des Zeit-Artikels der am Mittwoch online erschienen ist, moderiert Kuppitz seit Kurzem „Die Woche Compact“, ein TV-Format der Zeitschrift Compact, die in der Zeit als „derzeit wichtigstes Medium der Rechten“ tituliert wird. Dessen Chefredakteur Jürgen Elsässer habe gerade erst auf der Leipziger Buchmesse das Ziel formuliert, die Spaltung der Gesellschaft zu vertiefen, um so „zum Sturz des Regimes beizutragen“. 

Huber verteidigt Kuppitz, die er noch am Abend der Bundestagswahl zur Büroleiterin gemacht hat. „Die Vorwürfe sind total unangebracht.“ Wie alle Mitglieder der AfD sei auch sie nach einer parteiinternen Unvereinbarkeitsliste geprüft worden. „Das ist unsere Abgrenzung nach Rechts.“ Die Relevanz dieser Liste aber wird von den Zeit-Autoren angezweifelt. 

Huber indes sieht in der Berichterstattung eine Kampagne: „Da werden Kontexte gesucht, um meine Mitarbeiter zu diskreditieren und damit auch mich.“ Eine fragwürdige politische Haltung hatte die SZ nämlich auch Tobias Teich attestiert, den Huber nach Angaben der Zeitung als „rechte Hand“ tituliert habe. Von Teich, der dem Freisinger im Bundestag zuarbeitet, gebe es auf Facebook ein Foto, das ihn feixend mit einem Sympathisanten der Identitären Bewegung zeige. Die IB wird vom Verfassungsschutz beobachtet.

Rubriklistenbild: © dpa / Christophe Gateau

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