Lebensgefahr! Heute nicht an Isar aufhalten - selbst wenn es nicht regnet

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Ehre wem Ehre gebührt: Inspektionsleiter Jürgen Vanselow (Mitte) gratuliert Bono Grgic und Margot Salvermoser. 

Bundespolizei ehrt Freisingerin

Hut ab vor soviel Courage!

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Als Mitte Januar am Bahnhof Moosach und später dann in der S 1 Richtung Hauptbahnhof mehrere junge Frauen von einem Angetrunkenen belästigt wurden, schritten sie ein: Margot Salvermoser aus Freising und Bono Grgic aus Moosach. Dafür wurden beide jetzt von der Bundespolizei München ausgezeichnet.

Freising/München – Die drastischen Szenen spielten sich am 13. Januar in der Früh am Haltepunkt Moosach sowie später in der S1 Richtung Hauptbahnhof ab. Da wurden mehrere Frauen von einem angetrunkenen 39-Jährigen mehrfach sexuell belästigt, beleidigt und bedroht. In Moosach half den verängstigten Frauen unter anderem Bono Grgic aus der unangenehmen Situation – und konnte so möglicherweise Schlimmeres verhindern. Der 53-jährige Moosacher war dem Beschuldigten am Bahnsteig und später noch einmal im S-Bahn-Abteil entgegen getreten, und forderte ihn auf, die Damen in Ruhe zu lassen. Weiterhin sprach er auch den Belästigten gut zu und riet ihnen, sich einen anderen Sitzplatz zu suchen.

Margot Salvermoser aus Freisinger wurde in der S-Bahn ebenfalls aktiv. Sie informierte den Zugführer via Notsprecheinrichtung über den Vorfall und löste so die weitere Hilfskette aus. Der Täter, der seinerzeit bald ausfindig gemacht werden konnte, sitzt jetzt seit dem 14. Januar in Untersuchungshaft.

Bei der Ehrung in München dankte der Leiter der Bundespolizeiinspektion München, Jürgen Vanselow, den Couragierten für ihr vorbildliches Verhalten, „wie man es zum Beispiel in den Zivilcouragekursen der Landes- und Bundespolizei lernt“. Vanselow machte deutlich, dass dies nicht selbstverständlich ist.

Er erläuterte, dass „von niemandem verlangt wird, sich selbst in Gefahr zu bringen, um jemand anderem zu helfen.“ Es gebe jedoch fast immer Mittel und Wege, gefahrlos Hilfe zu holen. Die Polizei sei auf couragierte Bürger angewiesen.

Neben kleinen Präsenten wurden die Geehrten mit ihren Familien zu einem der Selbstcourage-Kurse eingeladen. Abschließend ermutigte der Münchner Inspektionsleiter die beiden Ehrengäste, auch in Zukunft mutig einzuschreiten: „Lieber einmal mehr die Polizei rufen als wegschauen.“ Gerade auch in diesem Fall zeige die schnelle Identifizierung des Täters, wie wichtig Zeugenhinweise sind.

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