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Bundestagswahl 2021: Diese Kandidaten wollen für die Landkreise Freising und Pfaffenhofen nach Berlin

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Von: Andreas Beschorner

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Reichstagsgebäude in Berlin
Am 26. September 2021 wählen die Deutschen ein neues Parlament. Das Tagblatt gibt einen Übersicht über die Bewerber der Landkreise Freising und Pfaffenhofen. (Symbolbild) © Felix Schröder / dpa

Welche Kandidaten treten bei der Bundestagswahl 2021 für die Landkreise Freising und Pfaffenhofen an? Und wofür stehen sie? Wir geben einen Überblick.

Landkreis – In knapp drei Monaten wird der 20. Deutsche Bundestag gewählt. Im Wahlkreis 214, dem die Landkreise Freising und Pfaffenhofen sowie Teile des Kreises Neuburg-Schrobenhausen angehören, haben sich die Parteien mit ihren Direktkandidaten in Stellung gebracht, die ersten Wahlkampfveranstaltungen sind schon über die Bühne gegangen, weitere werden sicherlich folgen. Das FT gibt einen Überblick über die zehn Bewerber.

Die Mandatsträger

Erich Irlstorfer (CSU)
Erich Irlstorfer (CSU) © privat

Zwei Vertreter des Wahlkreises sitzen derzeit im Bundestag: Da ist zunächst Erich Irlstorfer von der CSU, der die letzten beiden Male das Direktmandat ergattern konnte und nun eine dritte Amtsperiode anstrebt. Mit 96 Prozent der Stimmen wurde Irlstorfer jetzt abermals zum Direktkandidaten gekürt. Der 51-Jährige, der 2017 mit 43 Prozent der Erststimmen das Direktmandat erhielt, der ordentliches Mitglied im Ausschuss für Gesundheit sowie im Unterausschuss Globale Gesundheit ist, hat sich in den vergangenen Jahren als Gesundheitspolitiker einen Namen in Berlin gemacht. Sein Credo: „Ich will Menschen durch Politik helfen. Das galt während meiner gesamten beruflichen und politischen Karriere.“

Johannes Huber (AfD)
Johannes Huber (AfD) © privat

Ebenfalls für den Wahlkreis 214 sitzt Johannes Huber von der AfD im Bundestag. Er hat 2017 über die Landesliste der AfD einen Sitz im Bundestag erobert. Huber (34) tritt erneut für die AfD als Direktkandidat an, bei der Nominierungsversammlung haben ihm 95 Prozent der Parteifreunde ihr Vertrauen ausgesprochen. Der Kreisvorsitzende der AfD Freising-Pfaffenhofen, der Mitglied der Kinderkommission und im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist, zeigt sich angriffslustig und peilt die Marke von 25 Prozent für die AfD an, um „entweder alleine oder zusammen mit anderen Fraktionen die grundrechtsbeschränkende Lockdown-Politik der Bundesregierung vor einen Untersuchungsausschuss sowie mit einer Normenkontrollklage vor das Bundesverfassungsgericht bringen zu können“. Auf der Landesliste der AfD steht er auf Platz sechs.

Die Neubewerber

Leon Eckert (Grüne)
Leon Eckert (Grüne) © privat

Für die Grünen geht Leon Eckert ins Rennen. Bei der Aufstellungsversammlung setzte sich der 25-jährige Echinger mit 86 zu 26 Stimmen gegen Martin Heyne durch. Er wolle nach Berlin, um dort die Grenzen zu sprengen, auch um die Gewerbesteuer zu reformieren, das Gesundheitssystem gut „auszufinanzieren“, den Breitbandausbau zu forcieren und den Flächenverbrauch einzuschränken, so Eckert. Der dritte Bürgermeister von Eching versprach, eine „progressive Vertretung des Landkreises in Berlin“ zu sein. Dass er aufgrund seines Alters vielleicht nicht ernst genommen werde, diese Angst hat Eckert nicht: „Ich werde gut vorbereitet sein und mich ins Zeug legen. Dann müssen sie mich ernst nehmen.“

Andreas Mehltretter (SPD)
Andreas Mehltretter (SPD) © Susie Knoll

Die SPD schickt mit Andreas Mehltretter den Freisinger Kreisvorsitzenden ins Rennen: Mehltretter setzte sich gegen seinen Mitbewerber Manuel Hummler aus Pfaffenhofen durch – mit einem knappen Vorsprung von vier Stimmen. Der 29-jährige Stadtrat aus Freising will sich für mehr soziale Gerechtigkeit sowie eine vernünftige, zukunftsgerichtete Finanz- und Investitionspolitik einsetzen und sich dem Rechtsruck in der Gesellschaft entschieden entgegenstellen. Auf der Landesliste der Genossen ist Mehltretter auf Platz 15 zu finden, rechnet sich damit durchaus gute Chancen aus, einen Koffer nach Berlin packen zu dürfen.

Eva-Maria Schmidt (FDP)
Eva-Maria Schmidt (FDP) © privat

Die FDP hatte bereits im September 2020 ihre Hoffnungsträgerin gewählt: Eva-Maria Schmidt heißt die Frau, die im Wahlkreis 214 möglichst viele Stimmen für die Liberalen sammeln will. Aus Hallbergmoos kommt die 50-jährige Kandidatin, die in Norddeutschland geboren ist, als Trainerin sowie Beraterin arbeitet und sich selbst als „Seiteneinsteigerin“ und „absoluten Frischling“ in der Politik bezeichnet. Auf der Bayernliste der FDP steht ihr Name unter Nummer 24.

Nicolas-Pany Graßy (Linke)
Nicolas-Pany Graßy (Linke) © privat

Die Linke hat den Freisinger Kreisvorsitzenden Nicolas-Pano Graßy als Direktkandidaten gewählt. Ziel des Freisinger Stadtrats (31) ist es, die Politik seiner Partei in die Öffentlichkeit zu tragen, gegen Profitgier und für den Frieden einzutreten. Graßy ist Realist: „Es geht nicht darum, den Wahlkreis zu gewinnen“, sagt er, sondern die Politik der Linken in die Öffentlichkeit zu tragen. Bei der Aufstellung der Landesliste für die Bundestagswahl landete Graßy auf Platz 18.

Karl Ecker (Freie Wähler)
Karl Ecker (Freie Wähler) © privat

Bei den Freien Wählern (FW) setzt man auf den ehemaligen Bürgermeister von Au, Karl Ecker. „Der Mensch im Mittelpunkt“, so lautet das Motto, mit dem der 58-Jährige in den Wahlkampf ziehen will. „Ehrlichkeit und Geradlinigkeit schaffen Vertrauen.“ Er bezeichnet sich selbst als „kompetenten Ansprechpartner und Kümmerer“. Als oberbayerischer Spitzenkandidat der FW landete er bei der Aufstellung der Landesliste der Freien Wähler auf Platz 5.

Emilia Kirner (ÖDP)
Emilia Kirner (ÖDP) © privat

Für die ÖDP geht Emilia Kirner ins Rennen. Die 23-Jährige aus Freising sitzt seit 2020 als Fraktionsvorsitzende im Freisinger Stadtrat, für die Jungen Ökologen bekleidet sie das Amt der stellvertretenden Bundesvorsitzenden, ist Mitglied im Landesvorstand der ÖDP Bayern. Ihre Wahlkampf-Schwerpunkte sieht sie in den Themen Mobilität und Verkehr sowie Nachhaltigkeit. Auf der Landesliste der ÖDP ist Kirner fast ganz vorne zu finden: Platz 2.

Daniel Weigelt (Die Partei)
Daniel Weigelt (Die Partei) © privat

Nicht nur mit einem Direkt-, sondern sogar mit einem (von 299) Kanzlerkandidaten kann die Satirepartei Die Partei aufwarten: Daniel Weigelt heißt der Mann aus Freising, der mit seinen 47 Jahren ein klares Ziel für seine künftige Kanzlerschaft formuliert hat: „Alles muss besser werden. Die AfD muss weg.“ Die notwendigen Unterschriften, um zur Wahl antreten zu könne, hat man inzwischen beisammen.

Eckhard Reinecke (Die Basis)
Eckhard Reinecke (Die Basis) © privat

Der 67-jährige Eckhard Reineke aus Schrobenhausen tritt für die neu gegründete Partei Die Basis an. Die Basisdemokratische Partei Deutschland – so der vollständige Titel – war im Sommer 2020 auf Bundesebene aus dem Umfeld der Proteste gegen Schutzmaßnahmen wegen der Covid-19-Pandemie gegründet worden. Reineke will, dass die Mitbestimmung der Bürger auf demokratische Weise erhalten werde.

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