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Wenn Reisende Waffen transportieren, dürfen sie das nur nach vorheriger Anmeldung und auch nur im eingecheckten Gepäck. Damit hier alles seine Richtigkeit hat, sieht die Bundespolizei beim Check-In nach dem Rechten – so wie hier auf dem Symbolbild.

Verstoß gegen das deutsche Waffengesetz

Bye, bye Winchester: Polizei nimmt Ami am Flughafen Gewehr ab

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Flughafen - Er war zur Jagd in Österreich. Da musste natürlich auch das eigene Gewehr mit. Auf dem Rückweg von Graz nach Chicago erlebte ein US-Amerikaner am Donnerstag im Erdinger Moos aber eine böse Überraschung.

Bundespolizisten nahmen dem Reisenden seine Winchester ab. Der US-Amerikaner hatte in Deutschland keine Erlaubnis zum Führen der Waffe.

Reisende, ob Jäger, Sportschützen oder sonstige Waffenträger, müssen ihre Waffen im Flugverkehr erstens anmelden, und zweitens gut versperrt im Check-In-Gepäck verstauen. Sobald der Waffenbesitzer am Check-In-Schalter der Airline vorspricht, informieren die Airline-Mitarbeiter die Bundespolizei. Die Beamten überprüfen dann vor Ort die Papiere des Reisenden und der Waffe. Außerdem stellen sie sicher, dass Waffe und Munition regelgerecht verpackt sind.

Genau dieses Prozedere fand auch am Donnerstagmittag statt. Routinemäßig überprüfte eine Streife der Bundespolizei im Check-In-Bereich des Terminals 2 die Dokumente eines Reisenden, der ein Gewehr samt Munition für seinen Flug nach Chicago einchecken wollte. Allerdings stellten die Bundespolizisten dann fest, dass der 47-jährige US-Bürger keine Erlaubnis zum Führen seiner Jagdwaffe vorweisen konnte. Der Mann berichtete, dass er übers Internet einen siebentägigen Jagdausflug in Österreich gebucht habe, um dort Rot- und Dammwild zu jagen. Jetzt sei er auf dem Rückweg in seine Heimat Kentucky. Ob er für die Reise durch Deutschland eine besondere Erlaubnis für seine Waffe brauche, darüber habe er sich nicht informiert. Er sei der Meinung gewesen, die Airline wisse schon, was sie tue, und würde ihm sicherlich mitteilen, welche Dokumente er benötige. Er sehe im Nachhinein aber ein, dass er sich selbst darum hätte kümmern müssen.

Diese Einsicht schützte den Mann aus Kentucky allerdings weder vor einer Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das deutsche Waffengesetz noch vor dem Verlust seines Jagdgewehrs. Das nahmen ihm die Bundespolizisten ab. Außerdem musste der selbstständige Altenpfleger 435 Euro zur Sicherung des Strafverfahrens hinterlegen, bevor er seinen Heimflug antreten durfte.

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