+
Mit vollem Einsatz brachten die Camerloher Schüler viele pointierte und hintergründige Nummern auf die Bühne.

Camerett mit neuem Programm

„Fahrgerädert und verschreckelt“

Das Camerett-Team um ihre neue Spielleiterin Susanne Röpcke hatte sich auch heuer wieder mächtig ins Zeug gelegt und viele pointierte sowie hintergründige Nummern, selbst geschrieben und perfekt in Szene gesetzt. Zwei Stunden beste Unterhalten im Kellertheater des Camerloher-Gymnasiums.

Große Aufregung herrschte fünf Minuten vor der Premiere am Montagabend im Technikraum des Kellertheaters. Aus irgendeinem Grund hatte die Hauptsicherung ausgelöst und die gesamte Technik lahm gelegt. Schnelle Hilfe kam durch Gunther Frenzel, langjähriger Spielleiter des Cameretts, der unter den Zuschauern weilte und kräftig mithalf, den Schaden zu beheben. Das Camerett-Team blieb professionell cool.

Vorhang auf: Es folgte ein Highlight auf das andere. Natürlich standen Episoden aus dem Schulleben im Mittelpunkt vieler Nummern. Da gab’s beispielsweise den Sketch, der sich mit sehr kreativen Sitzordnungen im Klassenzimmer beschäftigte, oder den, der das leidige Thema schwere Schulranzen kritisch und lustig betrachtete. Zudem nahmen die Schülerinnen selbstironisch die Beziehung des Camerloher-Gymnasiums mit den Freisinger Nachbargymnasien unter die Lupe.

Dass die Camerett-Mitglieder auch ausgezeichnete Filmemacher sind, bewiesen sie beispielsweise in dem Kurzfilm „Fahrgerädert“. Location in diesem Streifen war der Fahrradkeller des Gymnasiums. Und dort drehten die Schüler einen Horrorfilm: Hitchcock lässt grüßen. In einem anderen Kurzfilm setzten sie sich sehr kritisch und vor allem auch witzig mit der Schulentwicklung und der damit zusammenhängenden Bürokratisierung auseinander. Mit Leitkegeln und Verkehrspolizisten, die an den Kreuzungspunkten der Schulgänge postiert waren, regelten sie den Verkehr – wie es sich für deutsche Gründlichkeit und Disziplin gehört. Klarer Fall: Geistergeher, die in den Schulgängen auf der verkehrten Seite unterwegs waren, wurden ermahnt. Und Verkehrswächter pochten auf eine Rettungsgasse.

Mit einem selbstgeschriebenen Lied verabschiedeten sich am Ende die vier Q12-Schülerinnen.  sp


Gut zu wissen

Ein weitere Aufführung des Cameretts findet am Mittwoch, 29. Juni,  um 19.30 Uhr im Kellertheater des Camerloher-Gymnasiums. Einige Restkarten für Kurzentschlossene gibt es noch an der Abendkasse.

Die Mitwirkenden: Gabriel Brand, Carla Fuchs, Matthis Melzer, Sonami Adhikari, Jessica Busch, Amelie Endl, Tim Deger, Anna Hillemann, Tatiana Schraml, Felicitas Kissling, Marcel Rinder, Ida Steinmetzer, Emili Blum, Teresa Hirsch, Julia Kainz, Emma Loesekraut. Technik: Dominik Bohmann, Jannik Weiser, Raphael Baum, Finn Kosina, Benedikt Weinzierl und Nikita Neidiger (Leiter AK Technik und Bühne). Für eine perfekte Verköstigung während der Pause sorgt das Café-Camerloher-Team um Birke Rutenberg und Carolin Seibold.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Aus „erlaufenen“ 8684 werden bald 35000 Euro
Toll gelaufen sind rund 430 Kinder und Jugendliche – nämlich die Klassen eins bis acht der Grund- und Mittelschule an der Danziger Straße – für einen guten Zweck. Und …
Aus „erlaufenen“ 8684 werden bald 35000 Euro
Freising: Hamburgs Bürgermeister Scholz hält ein Plädoyer für die EU
Viel zu Europa, nichts zu Hamburg: Der Bürgermeister der Hansestadt, Olaf Scholz, war gestern in der Orangerie in Freising zu Gast. Er legte das Augenmerk in seiner Rede …
Freising: Hamburgs Bürgermeister Scholz hält ein Plädoyer für die EU
Der Steg im Süden wackelt noch
Im ersten Anlauf war das Projekt Isarsteg Süd vor vier Jahren gescheitert. Jetzt folgt der zweite Anlauf. Aber erneut gibt es hohe Hürden – und es regt sich Widerstand.
Der Steg im Süden wackelt noch
E-Auto inklusive: Revolutionäre Wohnanlage in Moosburg geplant
Mit Kita, viel Grün und Car-Sharing: In Moosburgs Norden soll ein unkonventionelles Wohnareal entstehen. Das Energie-Konzept der Siedlung zielt auf Autarkie ab - und kam …
E-Auto inklusive: Revolutionäre Wohnanlage in Moosburg geplant

Kommentare