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Ein Abitur-Jahrgang mit Herz

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Lobende Worte gab’s für die 134 Abschluss-Schüler des Camerloher-Gymnasiums. Sie haben sich für verschiedene soziale Projekte eingesetzt. © Lehmann

Die 134 Abiturienten des Freisinger Camerloher-Gymnasiums fassten ihre Schulzeit so zusammen: „Ja, ich weiß, es war ne geile Zeit, doch es ist vorbei“, sangen sie am Freitag zu Beginn ihrer Abiturfeier. Und Schulleiterin Andrea Bliese betonte in ihrer Rede gleich mehrmals: „Ihr seid meine Besten.“

Freising – Lehrerin Gerti Pöppel lobte vor allem das soziale Engagement des Jahrgangs. Die Abiturienten haben in ihrer achtjährigen Schulzeit für die Kinderkrebshilfe und für ein Waisenkinderdorf in Ghana Geld gesammelt – und sie haben vor drei Jahren einen Benefizabend für die Erdbebenopfer in Nepal veranstaltet, da sie einen nepalesischen Mitschüler hatten. „Das hat im Nachhinein schon dazu beigetragen, dass wir zur Camerloher-Familie gehören“, sagte Oberstufensprecher Josef Feger.

Er und sein Stufensprecherkollege Maximilian Burger ließen ihre Schulzeit von der fünften Klasse bis zum Abitur noch einmal Revue passieren: Von der Angst, dass zu viele Mädchen auf dem Musischen Gymnasium sind, heimlichen Balkondates im Skilager, Sätzen wie „Yo, Digga“, wie sich die Jungs in der neunten Klasse ansprachen, oder der Party in der U-Bahn bei der Rom-Fahrt bis hin zur ersten Liebe in der zwölften Klasse. Alles in allem fasste Burger seine Schulzeit so zusammen: „Das Schlechte am G 8 war, dass wir mehr Stress hatten und ein Jahr weniger am Camerloher.“ Applaus vom Publikum.

Aber gemäß des Mottos der Abiturienten „Abitur – Auf zu neuen Gipfeln“ sei das Schulleben jetzt eben vorbei. Direktorin Bliese zeigte sich auch wehmütig: „Ihr seid alle meine Besten.“ Denn immerhin hatte der Jahrgang einen Abiturschnitt von 2,14, dabei hatten 46 Schüler eine Eins vor dem Komma – und dreimal gab es die 1,0. Aber: „Wichtig ist nicht der Schnitt, sondern die Ankunft auf dem Gipfel“, sagte sie. „Jetzt ist Picknickzeit am Gipfelkreuz.“

Natürlich schaute sie bei der Abifeier auch in unsichere Gesichter. Wie geht es wohl nach dem Abschluss weiter? Darauf hatte der Q 12-Chor bei seinem allerletzten Auftritt eine Antwort: Sie sangen Bon Jovis Hymne „It’s My Life“. Und das Fazit der beiden Stufensprecher: „Unsere Herzen werden fürs Camerloher brennen, das ist es doch, was unsere Welt im Innersten zusammenhält.“ Anna Schwarz

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