Übergabe des symbolischen Schokoladen-Schlüssels
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Bei der Schlüsselübergabe: (v. l.) Landrat Helmut Petz, Schulleiterin Andrea Bliese, Architekt Norbert Gmeiner, Florian Plajer (Baudirektor am Landratsamt Freising), Markus Müller (Projektleiter) und Matthias Czernik (Entwurfsplanung).

Nach vierjähriger Generalsanierung an Freisinger Gymnasium

Camerloher-Turnhallengebäude fertig: Landrat begeistert von „überwältigendem Raumerlebnis“

Das neue Turnhallengebäude am Camerloher-Gymnasium Freising ist fertig. Nach vierjähriger Generalsanierung wurde das modernisierte Gebäude nun seiner Bestimmung übergeben.

Freising - Den symbolischen Schlüssel aus Schokolade überreichten die Mitarbeiter des Architekturbüros Gmeiner an Schulleiterin Andrea Bliese. Mit dabei: Landrat Helmut Petz, der bezüglich der Halle mit den Instrumentalübungsräumen im ersten Stock sowie der Vordachanlage von einem „überwältigendem Raumerlebnis“ sprach.

In der Tat ist die neue Sportstätte mit flächenelastischem blauem Linoleum, Prallwänden aus hellem Holz und den fest eingebauten Sportgeräten wesentlich mehr als eine Turnhalle. Denn im Obergeschoß, das über einen separaten Treppenaufgang zu erreichen ist, sind – wie sich das für ein musisches Gymnasium schickt – elf Übungsräume für den Musik- und Instrumentalunterricht vorhanden.

Ursprünglicher Bau von 1969 bleibt in der kompletten Konstruktion erhalten

Die alte Struktur der Halle so weit wie möglich zu erhalten, das sei den Architekten am Herzen gelegen, berichtete Norbert Gmeiner vom gleichnamigen Büro. Der ursprüngliche Bau aus dem Jahre 1969 sei in der kompletten Konstruktion erhalten geblieben. Auf akustisch wirksame Einbauten habe man in den Übungsräumen Wert gelegt. „Der Sound ist wie im Konzertsaal“, lobte Bliese.

Ein wichtiger Aspekt in den Unterrichtsräumen sei auch die Farbgebung gewesen, erklärt Gmeiner. Die Farbgestaltung der einzelnen Räume sei unterschiedlich. Jedem Instrument sei eine Farbe zugeordnet worden. Fensterbänke ermöglichen von oben aus den Blick in die Halle. „Das ist eine perfekte Lösung“, freute sich Bliese. „Es gibt Blickkontakt, Sportler und Musiker stören sich aber nicht gegenseitig.“

Kostenpunkt: 7,5 Millionen Euro - 35 Prozent kommen vom Staat

Beim Kostenaufwand in Höhe von 7,5 Millionen Euro bewege man sich im Plan, betonte der Baudirektor am Landratsamt, Florian Plajer. Dank staatlicher Zuwendung von 35 Prozent verringerten sich die Kosten für den Landkreis. Großer Gewinn für die Schule sei auch die neue Vordachanlage im Freien. Dank derer könnten die Schüler die einzelnen Bereiche am Schulcampus „trockenen Fußes“ erreichen, so Plajer.

Die Halle wurde auf Niveau des Pausenhofs angelegt. Petz lobte die „Experimentierfreudigkeit“ der Architekten. Ein modernes Bildungszentrum, das auch eine „städtebauliche Marke“ aufweist.

Maria Martin

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