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Sangeskunst auf höchstem Niveau boten die Sängerinnen von Chiave unter Leitung von Angelika Sutor. 

Chor Chiave singt in St. Georg Freising

Brillanter Ausklang

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Sie hatten sich in lange helle Kleider gehüllt. Sie glichen an jenem späten Nachmittag aber nicht nur optisch Engeln, sondern vor allem auch stimmlich: die sieben jungen Sängerinnen von Chiave, die im März den Kulturförderpreis des Landkreises Freising 2017 erhalten haben, schlossen am Sonntag in der Stadtpfarrkirche St. Georg sozusagen die Weihnachtszeit ab. Zusammen mit Harfenistin Cäcilia Röder bot das Vokalensemble auch diesmal Sangeskunst auf höchstem Niveau.

Freising – Zweigeteilt war das Konzert in einer bis auf den letzten Platz gefüllten Pfarrkirche: Da war zum einen die Komposition „Die Geheimnisse des freudenreichen Rosenkranzes“ von Theo Brand. Das Stück für vierstimmigen Chor erfuhr durch Chiave unter Leitung von Angelika Sutor eine ergreifende und fesselnde Interpretation, die durch höchste Präzision und starke Präsenz überzeugte. Den Mienen der Zuhörer sah man an, wie angerührt sie von der Darbietung des faszinierenden Werks aus der Feder des 2016 verstorbenen Freisinger Komponisten waren.

Die sieben jungen Sängerinnen, die sich im Jahr 2013 als Solistinnen der Domkantorei zum Ensemble Chiave zusammengeschlossen haben, waren auch beim zweiten Teil des Konzerts voll auf der Höhe: bei Benjamin Brittens „A Ceremony of Carols“, das man zusammen und im Wechsel mit Harfenistin Cäcilia Röder vortrug.

Das Werk für dreistimmigen Chor, Harfe und Solostimmen ist einer der Klassiker der Weihnachtsliteratur, bildete auch nach den Worten von Stadtpfarrer Peter Lederer gewissermaßen den Abschluss der Weihnachtszeit – und wegen der musikalischen Brillanz der Vortragenden war das ein wunderbarer Abschluss. Wer noch Zweifel hatte, dass Chiave den Förderpreis des Landkreises verdient hätte, der wurde am Sonntag endgültig davon überzeugt, dass es die Richtigen „getroffen“ hat.

Mit den Darbietungen der beiden Werke aus dem 20. Jahrhundert stellte der Chor hiave äußerst eindrucksvoll unter Beweis, welch eine große Bereicherung er für die Kulturlandschaft des Landkreises ist.

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